Die Berlin Art Week 2026, 15. Ausgabe, findet vom 9. bis 13. September 2026 in der gesamten Hauptstadt statt. Mehr als 120 Institutionen und über 300 Veranstaltungen stehen auf dem Programm, darunter die Gallery Night am Donnerstag, 10. September (18–22 Uhr), mit 54 Galerien bei freiem Eintritt. Der neue kostenlose Hub Berlin Art Week Garten befindet sich im Kulturforum. Cattelan in der Neuen Nationalgalerie und Sakamoto im Hamburger Bahnhof sind die beiden Blockbuster der Ausgabe. Rechnen Sie mit 2 bis 3 Tagen – ein Kiez pro Tag.
Berlin feiert vom 9. bis 13. September 2026 den 15. Geburtstag seiner Kunstwoche – in einer Stadt, die gerade ihr Kulturbudget um 130 Millionen Euro gekürzt hat. Genau dieses Paradoxon verleiht der Berlin Art Week eine besondere Intensität: Mehr als 120 Institutionen – Museen, Galerien, Privatsammlungen und Project Spaces – eröffnen gleichzeitig ihre neuen Ausstellungen, mit über 300 Veranstaltungen und mehr als 100 Vernissagen. Die Gallery Night am Donnerstag, 10. September, bleibt der spektakulärste Moment: 54 Galerien bei freiem Eintritt von 18 bis 22 Uhr. Hier sind das Programm, die geprüften Preise und drei Routen, um alles zu sehen, ohne zu hetzen.
Berlin Art Week 2026: das Festival im Überblick
Eine ganze Stadt wird für 5 Tage zur Ausstellungsfläche
2012 als Alternative zum eingestellten art forum berlin gegründet, ist die Berlin Art Week laut dem Netzwerk für zeitgenössische Kunst e-flux zu „einer der ersten, größten und ambitioniertesten Kunstwochen Europas » geworden. Die Ausgabe 2026 versammelt laut der offiziellen Pressemitteilung des Veranstalters Kulturprojekte Berlin mehr als 120 Institutionen: Museen, Privatsammlungen, Galerien, Project Spaces und die Messe Positions. Das am 4. August 2026 auf berlinartweek.de veröffentlichte Programm umfasst über 300 Veranstaltungen, darunter mehr als 100 Vernissagen und 31 „Featured »-Projekte, die aus über 200 Bewerbungen ausgewählt wurden.
Der Rhythmus der Woche ist festgelegt: Mittwoch, 9. September, Eröffnungen der großen Institutionen; Donnerstag, 10., Messe Positions und Gallery Night; Freitag, 11., Featured Night der unabhängigen Szene; Samstag, 12., Open Houses der Privatsammlungen; Sonntag, 13., Künstlergespräche und „Tag im Grünen » im Kulturforum. Neu 2026: Der Berlin Art Week Garten, kostenloser zentraler Hub (10–22 Uhr) mit Talks, Workshops und buchbaren Führungen, zieht ins Kulturforum ein – Gastgeber sind die Neue Nationalgalerie und die Gemäldegalerie, so die Pressemitteilung von Kulturprojekte Berlin und die offizielle Seite von visitBerlin. 2025 befand sich dieser Garten noch im Hamburger Bahnhof: Ältere Ratgeber sind daher zu ignorieren.
Highlights
- Eine Woche, die weitgehend kostenlos ist: Vernissagen, Gallery Night, Garten und Open Houses ohne Ticket
- Zwei komplementäre „Gallery Miles »: Auguststraße in Mitte und Potsdamer Straße
- Der Garten im Kulturforum, zentrale Anlaufstelle täglich von 10 bis 22 Uhr
Gallery Night: der Abend am Donnerstag, 10. September

54 Galerien, ein einziger Abend, freier Eintritt
Die Gallery Night wird von Gallery Weekend Berlin in Zusammenarbeit mit der Berlin Art Week organisiert. Ein einziger Abend, Donnerstag, 10. September 2026, von 18 bis 22 Uhr, an dem 54 Galerien der Stadt gleichzeitig ihre neuen Ausstellungen bei freiem Eintritt eröffnen, so die offizielle Ankündigung von Gallery Weekend Berlin. Auf dem Programm in diesem Jahr: Robert Rauschenberg bei BASTIAN, Walter Dahn und Salvo bei Sprüth Magers, Martin Margiela bei Konrad Fischer, Ersan Mondtag bei DITTRICH & SCHLECHTRIEM, ein kollektiver „Exquisite corpse » bei Pace oder auch David Claerbout bei Esther Schipper.
Am Tag danach bleiben die Galerien von Freitag, 11., bis Sonntag, 13. September, von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Die Karte der Orte gibt es auf gallery-weekend-berlin.de/map. Die Etikette der Vernissagen bleibt locker: Kommen Sie eher gegen 19–20 Uhr als zur Eröffnung, lassen Sie die Fotos in Räumen, die sie verbieten, und drängen Sie keine Begegnung mit den Künstlerinnen und Künstlern auf, wie der Guide Berlin Tourism erinnert.
Highlights
- Freier Eintritt in allen 54 Galerien, kein Ticket nötig
- Einzigartige Ausstellungen, extra für diesen Abend konzipiert
- Ganze Kieze zu Fuß erkunden, Galerie für Galerie
Positions Berlin Art Fair: die Messe in den Tempelhofer Hangars

13. Ausgabe, über 80 Galerien aus 20 Ländern, Fokus Türkei
Positions ist die einzige offizielle Messe der Woche und seit 2014 Partner der Berlin Art Week. Die 13. Ausgabe findet vom 10. bis 13. September 2026 in den Hangars 5 und 6 des ehemaligen Flughafens Tempelhof (Tempelhofer Damm 45) statt – mit „über 90 ausgewählten Galerien aus rund 20 Ländern », so die Berlin Art Week, und einem 2026er-Fokus auf Galerien aus der Türkei. Schon die Kulisse ist ein Grund zu kommen: 10.000 m² unter 16 Meter hohen Decken im größten architektonischen Denkmal Europas, wie THF Berlin erinnert.
Die Tickets gibt es auf tickets.positions.de: 25 € im Normalpreis, 15 € ermäßigt, unter 18 Jahren kostenlos, laut rausgegangen.de. Die Vernissage am Donnerstag, 10. September (18–21 Uhr), kostet 20 €. Planen Sie einen halben Tag ein: Über 30.000 Besucher kommen in den jüngeren Ausgaben, und die Ausstellungen brauchen Zeit.
Highlights
- Ein konzentrierter Blick auf den internationalen Kunstmarkt
- Die einzigartige Kulisse der Tempelhofer Hangars, 2008 geschlossen und heute Stadtpark
- Die „Fashion »-Sektion der jüngeren Ausgaben, von der Fachpresse gelobt
Cattelan und Sakamoto: die beiden Blockbuster der Ausgabe

„NIGHT » in der Neuen Nationalgalerie, „seeing sound, hearing time » im Hamburger Bahnhof
Der Preis der Nationalgalerie 2026 geht an Maurizio Cattelan, und die Neue Nationalgalerie widmet ihm seine erste große Einzelausstellung in Deutschland: „Maurizio Cattelan. NIGHT », vom 10. September 2026 bis 7. März 2027, laut smb.museum. Zu sehen sind historische Werke wie Him (2001) oder Novecento (1997), aber auch eine in situ entstandene Arbeit für das Gebäude von Mies van der Rohe. Ausstellungsticket: 16 €, ermäßigt 8 €; Museumsticket komplett: 20 €.
Am selben Tag, fast zur selben Zeit: Der Hamburger Bahnhof eröffnet die erste große europäische Retrospektive von Ryuichi Sakamoto (1952–2023), „seeing sound, hearing time », im Rahmen des 30-jährigen Museumsjubiläums. Die Eröffnung am Donnerstag, 10. September, von 19 bis 22 Uhr, ist bei freiem Eintritt; die Ausstellung läuft bis zum 23. Mai 2027 auf rund 1.500 m² in den Rieckhallen, unter anderem mit IS YOUR TIME, dem Piano des Tsunamis, laut smb.museum. Tageskarte Hamburger Bahnhof: 16 €, unter 18 Jahren kostenlos.
Außerdem erwähnenswert: Das Festival „Perform! » zeigt täglich „Walking on the Wall » von Trisha Brown in der Neuen Nationalgalerie, und das Berliner Ensemble koproduziert mit der Gemäldegalerie „Alternde Meister », eine Performance von Ersan Mondtag und Nadim Samman (20 € für die Premiere, danach 14 € oder kostenlos mit dem Museumsticket), laut visitBerlin. Die Performance zeigt nackte Performer – ein sachlicher Hinweis des Museums, den man vor der Buchung kennen sollte.
Highlights
- Die erste große Cattelan-Retrospektive in Deutschland, bis März 2027
- Der kostenlose Sakamoto-Auftakt am 10. September, 19–22 Uhr
- Der Museum Pass Berlin für 32 €, rentabel ab drei bezahlten Museen
100 Orte in 3 Tagen: unsere Routen Kiez für Kiez

Ein Kiez pro Tag, im Takt des offiziellen Programms
Die Zahl aus dem Briefing ist eigentlich konservativ: Die Berlin Art Week 2026 vereint mehr als 120 Institutionen, laut der Pressemitteilung vom 14. Juli 2026 von Kulturprojekte Berlin. Um alles zu sehen, ohne sich zu verausgaben, empfiehlt die Festivalleiterin Mona Stehle in The Berliner, „einfach einen Teil der Stadt zu wählen und einzutauchen » – ein Kiez pro Tag. Der Guide Berlin Walk fasst die Methode zusammen: „Berlin Art Week belohnt Aufmerksamkeit, nicht Distanz. » Hier sind drei beispielhafte Tage.
Tag 1 (Mittwoch, 9. Sept.): Mitte und die Eröffnungen
- Offizielle Eröffnung der Woche im n.b.k., Chausseestraße 128–129, ab 18 Uhr
- Kostenloses Open House im KW Institute (Auguststraße 69), 16–21 Uhr, letztes Wochenende der Kyiv Biennial
- Spaziergang über die Gallery Mile der Auguststraße: EIGEN+ART, Neugerriemschneider und ihre Kiez-Vernissagen
Tag 2 (Donnerstag, 10. Sept.): Tempelhof, Neukölln, Gallery Night
- Positions in Tempelhof am Vormittag (25 €), Mittagessen in Neukölln (Döner für durchschnittlich 8 €, laut Finepassport)
- Spaziergang über das Tempelhofer Feld, den riesigen Park des ehemaligen Flughafens
- Gallery Night von 18 bis 22 Uhr: 3 bis 4 Galerien im Umkreis von 15 Gehminuten, danach Abendessen in der Markthalle Neun
Tag 3 (Freitag, 11. Sept.): Kulturforum und Potsdamer Straße
- Cattelan „NIGHT » in der Neuen Nationalgalerie (16 €) am Vormittag
- Der Garten im Kulturforum (kostenlos, 10–22 Uhr) zur Orientierung, danach die Gemäldegalerie
- Potsdamer Straße: rund 30 Galerien, 6 bis 8 Adressen in weniger als einer Stunde (Esther Schipper, Sprüth Magers, Max Hetzler, Buchholz)
Am Samstag öffnen die Open Houses ihre Privatsammlungen ohne Anmeldung (Fluentum, Haubrok Foundation), und die König Galerie empfängt in der brutalistischen Kirche St. Agnes in Kreuzberg – ein Kiez, den unser Guide für Street Art und Nachtleben genauer erkundet. Die Sammlung Boros in ihrem Bunker in der Reinhardtstraße erfordert eine Reservierung auf boros-collection.com, 20 € – für die Festivalwoche am besten Monate im Voraus.
Budget und Anreise
Bei den Eintritten reicht die Spanne von 0 € (Vernissagen, Gallery Night, Garten, Open Houses) bis rund 77 € für die Komplett-Version: Museum Pass 32 € + Positions 25 € + Boros 20 €, laut der offiziellen Preise von smb.museum und boros-collection.com. Der Nahverkehr kostet 11,20 € für ein 24-Stunden-Ticket der Zonen AB, laut berlin.de – ab drei Fahrten lohnt sich das Ticket. Aus dem Rest Deutschlands reisen Sie am besten mit der Bahn: Der ICE-Sprinter braucht von München rund 4 Stunden, von Köln rund 4½ und von Frankfurt rund 3¾ Stunden, Sparpreise ab ca. 18 € bei früher Buchung auf bahn.de. Flüge aus München, Frankfurt oder Köln/Bonn dauern nur rund 1¼ Stunden. Wer eine langsamere Reise schätzt: Unser Slow-Travel-Roadtrip verbindet Paris, Berlin und Prag in 8 Tagen.
Praktische Infos: eSIM und Versicherung
Direkt nach der Landung in Berlin online sein, ohne eine SIM-Karte zu suchen: 3 GB für 7 Tage für 7,50 $ in den Netzen von O2, Vodafone und Telekom, im 5G-Netz. Einrichtung in 5 Minuten – ideal, um die Galerien-Karten und Vernissage-Zeiten abzurufen.
3 GB / 7 Tage: 7,50 $Eine Versicherung, die Notfallbehandlung, Rücktransport und Stornierung abdeckt – ab wenigen Euro pro Tag. Deutsche und andere EU-Bürger brauchen für Berlin kein Visum: Deutschland liegt im Schengen-Raum, ETIAS ist nicht in Betrieb, und jede Seite, die „ETIAS » verkauft, ist ein Betrug, erinnert die Europäische Kommission.
Ab wenigen Euro pro TagHäufige Fragen
Wann findet die Berlin Art Week 2026 statt?
Die Berlin Art Week 2026, 15. Ausgabe, findet von Mittwoch, 9., bis Sonntag, 13. September 2026 statt. Die Gallery Night ist am Donnerstag, 10. September, von 18 bis 22 Uhr, laut berlinartweek.de.
Ist die Berlin Art Week kostenlos?
Die Vernissagen, die Gallery Night, der Berlin Art Week Garten und die Open Houses sind kostenlos. Kostenpflichtig sind: die Messe Positions (25 €, unter 18 Jahren kostenlos), die Museen (8 bis 20 €) und die Sammlung Boros (20 €, nur mit Reservierung), laut Gallery Weekend Berlin und rausgegangen.de.
Was ist die Gallery Night Berlin?
Ein einziger Abend, Donnerstag, 10. September 2026, von 18 bis 22 Uhr, an dem 54 Galerien der ganzen Stadt gleichzeitig ihre neuen Ausstellungen kostenlos eröffnen. Organisiert wird sie von Gallery Weekend Berlin in Zusammenarbeit mit der Berlin Art Week, laut der offiziellen Ankündigung von Gallery Weekend Berlin.
Wie viele Tage sollte man für die Berlin Art Week einplanen?
Rechnen Sie mit mindestens 2 vollen Tagen, besser 3 bis 4, wenn Sie die Messe Positions, die Privatsammlungen und die unabhängige Szene einbeziehen möchten. Die goldene Regel: ein Kiez pro Tag, wie der Guide Berlin Walk empfiehlt.
Wo findet die Messe Positions statt?
In den Hangars 5 und 6 des ehemaligen Flughafens Tempelhof (Tempelhofer Damm 45, U6 Paradestraße), vom 10. bis 13. September 2026: mehr als 80 Galerien aus 20 Ländern, Fokus Türkei, 10.000 m² unter 16 Meter hohen Decken. Tickets auf tickets.positions.de ab 25 €, laut rausgegangen.de.
Brauchen internationale Gäste ein Visum für die Berlin Art Week?
Für EU-Bürger reichen Personalausweis oder Reisepass: Deutschland liegt im Schengen-Raum. ETIAS ist nicht in Betrieb (auf unbestimmte Zeit verschoben), und die biometrischen EES-Kontrollen seit dem 10. April 2026 betreffen EU-Bürger nicht, laut der Europäischen Kommission.
Quellen
- Berlin Art Week – offizielle Seite – Termine 9.–13. September 2026, Veranstalter, nächste Ausgabe
- e-flux – 15th anniversary edition – über 120 Institutionen, über 300 Veranstaltungen
- Gallery Weekend Berlin – Gallery Night 2026 – 54 Galerien, Donnerstag 10. September, 18–22 Uhr
- Kulturprojekte Berlin – Berlin Art Week – Pressemitteilungen vom 07.07., 14.07. und 04.08.2026
- smb.museum – Maurizio Cattelan. NIGHT – Ausstellung, Preise 16 € / 8 €
- smb.museum – Eröffnung Ryuichi Sakamoto – kostenlose Eröffnung am 10.09., 19–22 Uhr
- visitBerlin – Berlin Art Week 2026 – Top-Event-Badge, Liste der Partner
- rausgegangen.de – Positions Berlin Art Fair – Preise 25 € / 15 € / 20 € Vernissage
- Sammlung Boros – Besuch planen – 20 € / 12 €, Reservierung Pflicht
- visitBerlin – Berlin Art Week Garten – Hub im Kulturforum, 10–22 Uhr, kostenlos
- The Berliner – Guide von Mona Stehle – Tipps der Festivalleiterin
- Berlin Walk – Routen Kiez für Kiez – Methode „ein Kiez pro Tag »
- KAYAK – Hotelpreise Berlin – September, teuerster Monat, 252 €/Nacht
- berlin.de – Verkehrstarife 2026 – 24-Stunden-Ticket AB 11,20 €
- Deutsche Bahn – Fahrplan und Sparpreise – ICE München–Berlin ab ca. 4 Std., Sparpreise ab ca. 18 €
Recherche durchgeführt am 18. August 2026.

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