Nein, es gibt 2026 keinen direkten Nachtzug mehr zwischen Frankreich und Italien. Thello ist seit 2020-2021 eingestellt, der Nightjet Paris–Wien/Berlin fuhr am 14.12.2025 zum letzten Mal und der Espresso Riviera ist für den ganzen Sommer 2026 ausgesetzt. Aus Deutschland fährt der Nightjet München–Rom (Sitzplatz ab 29-34,90 €), aus Brüssel startet der European Sleeper am 9. September. Am Tag spart der Zug gegenüber dem Flugzeug rund 84 % CO2 (gemessen auf Paris–Mailand: 24 kg gegen 149 kg). Unser Rat: Zug für Mailand und Venedig, Flugzeug für Rom und Neapel.
Sie suchen 2026 einen Nachtzug nach Italien? Schlechte und gute Nachricht. Schlecht: Die direkte Nachtzugverbindung Frankreich–Italien existiert nicht mehr, und das französische Nachtangebot schrumpft seit zwei Jahren. Gut: Die Alternativen waren in Europa noch nie so zahlreich – und am Tag ist der Vergleich Zug gegen Flug kein einseitiges Rennen, auch wenn die Lockangebote der Billigflieger etwas anderes suggerieren. Hier ist der echte Vergleich mit belegten Zahlen: Tür-zu-Tür-Zeit, echte Preise, CO2 und die fünf italienischen Städte, auf die es wirklich ankommt.
Nachtzug Frankreich–Italien: Die Verbindung gibt es 2026 nicht mehr
Die Fakten sind nüchtern: Kein direkter Nachtzug verbindet mehr Frankreich mit Italien. Thello, das seit 2011 die Nachtverbindungen Paris–Mailand, Paris–Venedig und Paris–Rom betrieb, hat seine Dienste 2020-2021 endgültig eingestellt und nie wieder aufgenommen: Laut Seat61 „gibt es keine Schlafwagen mehr von Paris nach Rom, und der von Thello wird nicht zurückkehren“. Das Unternehmen, inzwischen Trenitalia France, fährt auf Paris–Lyon–Mailand nur noch TGV am Tag.
Ende 2025 wurde die Lage sogar schlechter: Der Nightjet Paris–Wien und Paris–Berlin (ÖBB/SNCF) wurde am 14.12.2025 eingestellt, nachdem der französische Zuschuss von 10 Mio. € pro Jahr wegfiel – die SNCF hielt die Linien ohne öffentliche Förderung für unrentabel, wie Euronews berichtete. Und der Espresso Riviera (Mailand–Nizza, später Rom–Marseille), der 2024 als letzter Neuzugang startete, ist für den ganzen Sommer 2026 ausgesetzt: Trenitalia erklärte höhere Gewalt, nachdem der Traktionsvertrag mit SNCF Voyageurs an der Grenze in Ventimiglia nicht verlängert worden war – vor dem Hintergrund eines überalterten französischen Lokparks (145 Einheiten, Durchschnittsalter über 40 Jahre), so Railway Gazette.
Das Paradoxon ist komplett: In Frankreich herrscht Wüste, anderswo in Europa Aufbruch – auch in Deutschland, wo der Nightjet München–Rom täglich Richtung Süden fährt. Die Karte von Back-on-Track verzeichnet rund 205 reguläre Nachtlinien im Jahr 2026, die Intercity Notte von Trenitalia melden auf einigen Verbindungen eine um 50 % pro Jahr steigende Nachfrage (Il Sole 24 Ore), und die neue Linie Brüssel–Mailand startet im September. Wer aus Frankreich anreist, muss inzwischen über Deutschland oder Belgien umsteigen – wer hierzulande wohnt, steigt direkt ein. Das sollten Sie wissen, bevor Sie irgendetwas buchen.

Mailand, das Tor Italiens für die Bahn
Wer aus Deutschland anreist, steigt in Verona um: Die ÖBB-Railjets fahren von München alle zwei Stunden über den Brenner (München–Verona in rund 5:40 h, ab 27,99 € im Sparpreis, 446 km), von Verona bringt der Frecciarossa in rund 1:25 h nach Mailand. Die TGV-Linien aus Paris (7:07 h, ab 29-39 €) ergänzen das Angebot. Die Züge aus Deutschland und die Frecciarossa fahren Milano Centrale an, die TGV Porta Garibaldi – zwei zentrale Bahnhöfe, gut angebunden für die Weiterreise, so Seat61.
Vor Ort ist Italien ein Land der günstigen Hochgeschwindigkeitszüge: Mailand–Rom in 2:55 bis 3 h ab 9,90-16 € (Italo, Frecciarossa), 90 Abfahrten pro Tag. Das Inlandsflugzeug ist dort fast überflüssig, merkt Italy Planner an. Mailand ist außerdem das natürliche Drehkreuz nach Venedig, Florenz und Neapel sowie eine ideale Basis für einen Tagesausflug zum Comer See am Tag nach der Ankunft.
Die Vorteile
- Ankunft im Zentrum (Centrale oder Porta Garibaldi), nicht 50 km außerhalb
- Gepäck ohne Zuschlag und ohne Gewichtslimit inklusive – anders als beim Billigflieger
- Knoten für Inlands-Hochgeschwindigkeitszüge: Rom ab 9,90 €, Venedig und Florenz in unter 2:15 h
Die Tür-zu-Tür-Zeit: Der Flug gewinnt weniger, als man denkt
7 h Zug gegen 1:20 h Flug zu vergleichen ist irreführend. Der richtige Vergleich ist die Tür-zu-Tür-Zeit: Mit dem Zug kommt man 10 bis 20 Minuten vor Abfahrt an, aus zentralen Bahnhöfen; mit dem Flugzeug muss man 90 bis 120 Minuten Puffer am Flughafen einplanen, plus 30 bis 60 Minuten Transfer auf jeder Seite, wie Move2Europe und Tripologiste ausführen. Ein Flug von 1:20 h bedeutet also in der Realität 3 bis 5 h Reisezeit, Sicherheitskontrollen und EES-Schlangen eingerechnet.
| Verbindung ab München | Zug (Bahnhof zu Bahnhof) | Zug (Tür zu Tür) | Flugzeug (Flug + Airports + Transfer) | Fazit |
|---|---|---|---|---|
| München–Mailand | ca. 7 h via Verona (Railjet 5:40 + Frecciarossa 1:25) | ca. 7:30 h | 4-6 h (1:20 h Flug, Airports außerhalb) | Der Flug gewinnt 2-3 h, nicht 5 |
| München–Rom | ca. 10 h via Verona | ca. 10:30 h | 5-6 h (1:40 h Flug, Fiumicino 32 km) | Der Flug gewinnt deutlich |
| München–Venedig | ca. 7 h direkt (Railjet über den Brenner) | ca. 7:30 h | 5-6 h (1:20 h Flug + 60-90 min Alilaguna) | Der Flug gewinnt, die Ankunft im Zentrum dauert länger |
| München–Florenz | ca. 8 h via Bologna | ca. 8:30 h | Kein Direktflug (Umstieg oder Pisa) | Der Zug ist die einzige direkte Option |
| München–Neapel | ca. 11 h via Verona | ca. 11:30 h | 5-6 h (1:45 h Flug, Airport 6 km) | Der Flug gewinnt klar |
Die praktische Faustregel der Verkehrsmodellierung gilt: Unter 6 bis 7 h Bahnfahrt ist der Zug in der realen Zeit konkurrenzfähig. Auf mittleren Distanzen herrscht sogar Parität: Der Rechner TrainFYI misst 3:22 h mit dem Zug gegen 3:12 h mit dem Flugzeug (Tür zu Tür) zwischen Südfrankreich und Mailand. Und die „gewonnene“ Zeit im Flug zahlt sich teuer: Laut AirHelp, zitiert von Money Tourism, waren im ersten Halbjahr 2026 81,4 Millionen Passagiere in Europa von Flugstörungen betroffen – mit Spitzen von 299 Verspätungen an einem einzigen Tag Anfang August in Paris-CDG.
Der Preis: Alles hängt vom Reiseprofil ab
Auf dem Papier zerlegt der Billigflieger den Zug: Die Greenpeace-Studie (142 Verbindungen, 31 Länder, August 2025) zeigt, dass das Flugzeug auf 54 % der europäischen grenzüberschreitenden Verbindungen günstiger ist als der Zug; in Deutschland war der Zug auf 14 der 31 untersuchten Strecken (45 %) teurer als der Flug – Mittelfeld im europäischen Vergleich, während in Frankreich der Zug auf 95 % der Strecken teurer war. Die Schweizer Studie ZHAW 2026 (136 Verbindungen) dreht das Ergebnis, sobald Gepäck, Sitzplatz oder ein Kind dazukommen: im Familien-Szenario kostet das Flugzeug im Schnitt mehr als das Doppelte des Zuges.
| Verbindung ab München | Zug (Locktarif, 2-4 Monate im Voraus) | Flugzeug (Locktarif, ohne Kabinengepäck) | Billigflieger-Realität inklusive alles |
|---|---|---|---|
| München–Mailand | ab 27,99 € (Railjet Sparpreis via Verona) | ab ca. 30-50 € hin und zurück (Billigflieger, ohne Gepäck) | 90-120 € mit Kabinengepäck, Sitzplatz und Transfer |
| München–Rom | ca. 50-60 € (Sparpreis via Verona) | ab ca. 40-60 € hin und zurück; Median 208 € über alle Airlines | + 10-25 € pro Kabinengepäck und Strecke |
| München–Venedig | ab 27,99 € (Railjet direkt) | ab ca. 40-60 € hin und zurück | + 10-30 € Transfer pro Strecke (Airport auf dem Festland) |
| München–Florenz | ca. 45-55 € via Bologna (Sparpreis) | Kein Direktflug: Umstieg oder Pisa | Der Flug bringt zusätzlich 1 h Bahnfahrt Pisa–Florenz |
| München–Neapel | ca. 60-70 € kombiniert (Sparpreis) | ab ca. 50-70 € hin und zurück (guter Preis) | + Gepäck und Optionen: realistisch 90-120 € |
Die Lockpreis-Falle ist dokumentiert: Ein Billigflug, der mit 35 € wirbt, kostet im Schnitt 90-120 € alles inklusive, sobald Kabinengepäck (10-25 € pro Strecke), Aufgabegepäck (20-40 €), Sitzplatz (5-15 €) und Transfers zu den außerhalb liegenden Airports dazukommen (Memmingen rund 1 h von München mit FlixTrain/Bus, Hahn rund 1,5 h von Frankfurt, Bergamo 55-75 min von Mailand). Der Zug dagegen kennt keine Gepäckzuschläge: Koffer und Rucksack fahren inklusive mit, wie Move2Europe und CityStayPilot erinnern. Der Nachtzug legt noch ein Argument drauf: Die Liege ersetzt eine Hotelübernachtung (60 bis 120 €) und ist auf langen Strecken oft die wirtschaftlichste Option, wie die Analyse von Gamintraveler zeigt.
Beim Zug gilt: früh buchen. Die Tarife Super Economy und Low Cost starten 4 Monate vor Abfahrt (6 Monate bei den Nightjets), und der reale Preis kann sich 7 Tage vor Abfahrt verdoppeln (aus rund 30 € werden dann 60-90 € auf München–Mailand). Wie in unserem Vergleich Panoramazug oder Inka-Pfad am Machu Picchu ist der Preis nur ein Kriterium: Die richtige Wahl entscheidet sich über nutzbare Zeit, Komfort und Klimabilanz.
CO2: Der Zug gewinnt ohne Diskussion
Beim Klima ist der Vergleich eindeutig. Das Umweltbundesamt (UBA) weist für die Bahn im Fernverkehr rund 38 g CO2-Äquivalente pro Personenkilometer aus, für Inlandsflüge 214 g (Bezugsjahr 2016) – Fliegen ist damit pro Kopf rund 5- bis 6-mal klimaschädlicher. Die französische ADEME-Bilanz kommt mit 2,3 g für den TGV und ~258 g für Kurzstreckenflüge (inklusive Nicht-CO2-Effekte wie Kondensstreifen, die die Klimawirkung etwa verdoppeln) je nach Betrachtung auf ein Verhältnis von 50 bis 112 zu 1.
| Verkehrsmittel | Emissionen (g CO2e / Personenkilometer) | Quelle |
|---|---|---|
| TGV (Frankreich) | ~2,3 g | ADEME, Base Empreinte |
| Bahn-Fernverkehr (Deutschland) | ~38 g (Bezugsjahr 2016) | Umweltbundesamt (UBA) |
| Kurzstreckenflug | ~258 g (inkl. Nicht-CO2-Effekte) | ADEME; 255 g nach EEA |
| Mittelstreckenflug | ~187 g | ADEME |
Auf einem Paris–Mailand (643 km) rechnet TrainFYI rund 24 kg CO2 im Zug gegen rund 149 kg im Flugzeug, also 84 % Ersparnis. Für eine vierköpfige Familie sind das rund 500 kg CO2 auf der Hin- und Rückfahrt: das Äquivalent von mehreren Monaten Autofahren. Die Nuance bleibt: Der Vorteil der Bahn hängt von der Strecke ab, und das italienische Regionalnetz fährt noch viel mit Diesel – auf den großen Verbindungen nach Italien, ob TGV aus Paris oder Frecciarossa aus Mailand, dominiert jedoch der Strom.
Am Himmel bleibt das angekündigte „Greenwashing“ weitgehend Diskurs: Der nachhaltige Flugkraftstoff (SAF) machte 2024 nur 0,6 % des realen Verbrauchs aus, gegen 2 % ReFuelEU-Ziel, so die von LA Times zitierte EASA; Delta hat sein Netto-Null-Ziel 2030 im April 2026 gestrichen. Kerosin bleibt inner-EU unbesteuert (eine Besteuerung ab 2035 ist im Gespräch, Einstimmigkeit nötig), und der CO2-Handel ETS, seit 2023 zu 100 % versteigert für inner-EU-Flüge, addiert laut CE Delft nur rund 10 € auf einen Kurzstreckenflug (z. B. Paris–Madrid). Anders gesagt: Der Ticketpreis spiegelt die Klimakosten nicht wider – genau das nennt Greenpeace ein „manipuliertes System“.
2026 im Zug schlafen: Die echten Optionen nach Italien
Ohne Direktverbindung aus Frankreich öffnen sich zwei nächtliche Türen: über Deutschland und über Belgien. Wer aus Deutschland startet, steigt in München oder Stuttgart direkt ein. Einmal in Italien übernimmt das Netz der Intercity Notte auf der Halbinsel.

Nightjet München–Rom: der direkte Einstieg
Der Nightjet NJ295 der ÖBB verbindet München mit Rom in 14 Stunden (20:09 bis 10:45) – mit neuem Material seit dem 14. Juli 2025: WLAN, Steckdosen an jedem Platz und neue einzelne Mini Cabins. Die Preise sind klar: Sitzplatz ab 29-34,90 €, Liegewagen 4-Bett 49-69,90 €, Schlafwagen 69,90-89 € und Comfort Plus mit Dusche ab 139,90 €, so Nachtzug.net. Für Reisende aus Deutschland entfällt der Anreiseweg: Einstieg direkt in München Hbf (oder Rosenheim, Salzburg), dann 14 h bis Rom – gegen 1:40-2 h Flug. Wer aus Paris kommt, braucht dagegen einen ganzen Tag Anreise (rund 6 h mit TGV/ICE nach München) und ist insgesamt zwei Tage unterwegs. Das Rechenspiel geht nur auf, wenn Budget, CO2 oder das Erlebnis über die Zeit siegen.
Die Vorteile
- Einzelne Mini Cabins, die Neuheit 2025-2026 für Alleinreisende
- Frühstück in Liegewagen und Schlafwagen inklusive
- Eine Hotelübernachtung gespart: Liegewagen ab 49 €

European Sleeper Brüssel–Mailand: die neue Linie ab 9. September
Am 9. September 2026 startet European Sleeper die erste direkte Nachtverbindung nach Italien aus dem Nordwesten Europas: Brüssel–Köln–Zürich–Mailand, rund 17:50 h, Ankunft in Milano Porta Garibaldi. Drei Abfahrten pro Woche (Montag, Donnerstag, Samstag), Sitzplatz ab 29,99 €, Liegewagen ab 49,99 € und Comfort Plus für 129,99 € mit Frühstück, so Travel Trade Journal. Während der Simplon-Arbeiten fährt der Zug über den Gotthard; die Verlängerung nach Antwerpen, Breda und Eindhoven ist zum 13. Dezember 2026 angekündigt. Aus Deutschland ist der Zustieg in Köln möglich, aus Frankreich geht es per Eurostar oder TGV nach Brüssel.
Die Vorteile
- Erste Nachtlinie Brüssel–Mailand, ohne öffentliche Subvention
- Ankunft an Porta Garibaldi im Herzen Mailands zur Frühstückszeit
- Alpenüberquerung im Zug, inklusive der Gotthard-Strecke
Und einmal in Italien bleibt das Netz Intercity Notte von Trenitalia das nächtliche Rückgrat der Halbinsel: 24 Verbindungen (Mailand–Sizilien, Rom–Sizilien, Mailand–Lecce, Turin–Reggio Calabria, Rom–Venedig–Triest …), rund 1,9 Millionen Passagiere 2023 (+23 %) und 140 Mio. € aus dem PNRR-Plan für 70 neue Schlafwagen bis 2026, so Night Ride. Für Venedig bleibt die von Seat61 dokumentierte „hybride“ Formel realistisch: der Nightjet Stuttgart–Venedig (NJ237, 20:29 bis 08:34) fährt täglich über München und ist in der Liege ab 49,90 € buchbar – allerdings noch mit klassischen Wagen (ohne Mini Cabins und WLAN).
Stadt für Stadt: Wer gewinnt das Duell wirklich
Mailand ist geklärt – bleiben Rom, Venedig, Florenz und Neapel. Jede Stadt hat ihre Besonderheit, die die Balance des Vergleichs verschiebt. Achtung im August: Viele Italiener sind im Urlaub und rund um den 15. August schließt fast alles, auch Züge – mit reduziertem Service, der Anschlüsse verzögert.

Venedig: Der Extremfall, in dem der Flughafen das schwache Glied ist
Venedig ist die perfekte Demonstration von Tür-zu-Tür: Der Flughafen Marco Polo liegt auf dem Festland, und es dauert 60 bis 90 Minuten mit der Alilaguna (15 bis 18 €) oder Bus plus Vaporetto, bis man auf den Inseln ist, erinnern European Traveler und The Venice Pass. Der Zug dagegen hält an Santa Lucia, 5 Gehminuten vom Canal Grande: rund 7 h direkt aus München (Railjet ab 27,99 €) – und Sie sind im Zentrum. Der Rat der Stammgäste aus dem Rick-Steves-Forum bleibt gültig: kommen Sie nie nur für eine Nacht, und Florenz–Venedig schafft der Zug in 2:13 h.
Die Vorteile
- Ankunft an Santa Lucia, 5 Minuten vom Canal Grande
- Sparen Sie sich die 60-90 Minuten Bootstransfer ab Marco Polo
- Die Serenissima am späten Nachmittag, wenn die Tagestouristen abfahren

Florenz: Die Stadt, in der der Flug keine Option ist
Ein Paradebeispiel: Die meisten Flüge nach Florenz führen über Umstiege oder landen in Pisa, dann 1 h Bahnfahrt – der Flughafen Peretola ist zu klein für große Maschinen. Die Schiene über Mailand (ca. 8 h) oder Turin (ca. 8:30 h) bleibt die einzige direkte Option, und die Ankunft an Santa Maria Novella bringt den Besucher direkt ins Zentrum. Die Kirsche auf der Torte: Die Tram T2 verbindet den Flughafen von Florenz in 20 Minuten für 1,70 € mit dem Bahnhof – das beste Zeit-Preis-Verhältnis der ganzen Toskana, so Italy Planner.
Die Vorteile
- Der Zug ist die einzige direkte Option aus Deutschland
- Ankunft an Santa Maria Novella, 10 Gehminuten vom Duomo
- Weiter nach Rom oder Venedig in 1:25 h und 2:13 h Hochgeschwindigkeit
Rom: Der Flug gewinnt die Zeit (1:40 h gegen ca. 10 h Zug), aber die Ankunft kostet. Fiumicino liegt 32 km entfernt (Leonardo Express 14 € in 32 Minuten, eines der besten Verhältnisse Europas), Ciampino 15 km für die Billigflieger; die Bahnhöfe Termini und Tiburtina dagegen sind zentral, und die direkte Bahn-Bahn-Verbindung spart jeden Flughafentransfer. Einmal vor Ort sollten Sie unseren Vergleich Standardticket oder Arena-Boden im Kolosseum lesen, um die richtige Besichtigung zu wählen.
Neapel: Hier ist der Flug bei der Ankunft am einfachsten (Airport 6 km, Alibus 5 € in 15-25 Minuten) und der Zug am längsten (ca. 11 h via Verona, rund 1.200 km Schiene). Wer auf der Schiene bleiben will, dem rät Seat61, die Fahrt mit einer Nachtetappe in Verona zu unterbrechen (rund 5:40 h aus München – die Stadt liegt direkt an der Brennerstrecke). Vom Bahnhof Centrale in Neapel öffnen sich Pompeji, die Amalfiküste und die Inseln: Unsere 10 Capri-Ausflüge ab Neapel übernehmen vor Ort. Und Richtung Sizilien fährt der Intercity Notte mit dem Zug auf die Fähre am Golf von Messina (20 Minuten Überfahrt): 10:30 bis 13 h Nachtfahrt, Schlafwagen oft unter 100 € – gegen einen Flug, den der Ätna regelmäßig ausfallen lässt (72 Annullierungen in Catania am 8. August 2026).
Vor der Abreise: eSIM und Versicherung
Mobiles Internet in Italien ab der Landung, ohne physische SIM-Karte: 1 bis 30 Tage, Einrichtung in 5 Minuten. Ideal, um Zugfahrpläne live zu vergleichen.
Datentarife ab 4,50 $Deckung für Stornierung, Gepäck und Rückholung. Besonders nützlich 2026: 81,4 Millionen betroffene Passagiere im ersten Halbjahr und mehr kurzfristige Annullierungen.
Ab wenigen Euro pro TagHäufige Fragen
Gibt es 2026 noch einen direkten Nachtzug von Frankreich nach Italien?
Nein. Thello wurde 2020-2021 eingestellt, der Nightjet Paris–Wien/Berlin fuhr am 14.12.2025 zum letzten Mal und der Espresso Riviera ist für den ganzen Sommer 2026 ausgesetzt. Aus Deutschland fährt der Nightjet München–Rom weiter, aus Brüssel startet der European Sleeper am 9. September 2026 – dazu kommen die Intercity Notte in Italien. Seat61.
Ist der Zug nach Italien günstiger als das Flugzeug?
Das hängt vom Profil ab. Wer allein, leicht und kurzfristig bucht, ist mit dem Billigflieger oft günstiger (Greenpeace: Flug auf 54 % der grenzüberschreitenden Strecken günstiger; in Deutschland auf 45 % der 31 untersuchten Strecken). Sobald Kabinengepäck, Sitzplatz, Transfers oder Kinder dazukommen, gewinnt der Zug – oft um das Doppelte (ZHAW 2026). Beispiel: München–Venedig ab 27,99 € im Railjet gegen einen Low-Cost-Flug, der mit Gepäck und Transfer auf 90-120 € kommt. Greenpeace.
Wie viel Zeit spart man mit dem Flug nach Mailand wirklich?
München–Mailand: rund 7 h mit dem Zug (Railjet nach Verona in 5:40, dann Frecciarossa in 1:25), Tür zu Tür also ca. 7:30 h. Das Flugzeug: 1:20 h Flug plus 2:30-3 h Flughafen plus 1-2 h Transfer – also 4-6 h. Der Flug gewinnt 2-3 h, nicht 5. Unter 6-7 h Bahnfahrt ist der Zug zeitlich konkurrenzfähig. TrainFYI.
Wie viel CO2 spart der Zug gegenüber dem Flugzeug nach Italien?
Rund 84 % auf Paris–Mailand: 24 kg CO2 im Zug gegen 149 kg im Flugzeug (TrainFYI). Das Umweltbundesamt gibt für die Bahn im Fernverkehr 38 g CO2e pro Personenkilometer an, für Inlandsflüge 214 g – mit Nicht-CO2-Effekten gerechnet liegt ein Kurzstreckenflug bei ~258 g gegen 2,3 g beim TGV, also 50- bis 112-mal weniger. UBA.
Ist der Nachtzug 2026 zuverlässig?
Durchwachsen. Die italienischen Frecce sind pünktlich (85-92 % innerhalb von 5 Minuten), aber das Nachtzugmaterial ist heterogen (20 bis 50 Jahre alte Wagen) und die Bewertungen schwanken zwischen „magischem Erlebnis“ und „nie wieder“ (Nightjet bei Trustpilot 2,7/5). Grenzüberschreitende Verspätungen von mehreren Stunden sind auf München–Rom dokumentiert. Buchen Sie ein privates Abteil und nehmen Sie Ohrstöpsel mit. Trustpilot.
Warum wurden die Nachtzüge Frankreich–Italien eingestellt, obwohl die Nachfrage da ist?
Ende des französischen Zuschusses von 10 Mio. € pro Jahr für die Nightjet-Linien Paris–Wien/Berlin, kein verlängerter Traktionsvertrag mit der SNCF in Ventimiglia für den Espresso Riviera, ein überalterter französischer Lokpark (145 Einheiten, Durchschnittsalter über 40 Jahre) und strukturell schwierige Rentabilität: Liegewagen transportieren wenige Reisende, die Wagen stehen tagsüber still und Trassengebühren fallen an. Swissinfo.
- Seat61 :Paris–Mailand per Zug: Fahrzeiten, Preise, Klassen
- Seat61 :Paris–Rom: Ende der Thello-Nachtzüge, Strecken 2026
- Railway Gazette :Aussetzung des Espresso Riviera (März 2026)
- Seat61 :München–Venedig per Railjet: Brenner, Fahrzeiten, Preise
- Euronews :Einstellung der Nightjets Paris–Wien/Berlin (Okt. 2025)
- Swissinfo :Die Nachtzug-Renaissance auf wackeligen Füßen
- Back-on-Track :Karte 2026 der europäischen Nachtzüge
- Travel Trade Journal :Start des European Sleeper Brüssel–Mailand
- Nachtzug.net :Nightjet München–Rom: Fahrzeiten, Preise, Klassen
- Greenpeace :„Flying cheap, paying dear“ (August 2025)
- ZHAW :Familien und Gepäck: Der Zug lohnt sich (2026)
- Umweltbundesamt (UBA) :CO2-Emissionen pro Verkehrsmittel im Fernverkehr
- TrainFYI :Vergleich Zug–Flug nach Mailand, kg CO2
- Il Sole 24 Ore :Boom der italienischen Nachtzüge (+50 %)
- Money Tourism / AirHelp :81,4 Mio. betroffene Passagiere im H1 2026
Recherchestand: 9. August 2026. Die „ab“-Preise entsprechen den an diesem Stichtag geprüften Locktarifen und ändern sich mit der Nachfrage.

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