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Wenn das Thermometer in Südeuropa die 40-°C-Marke überschreitet, gibt es nur einen Wunsch: ab in die Kühle. Im Jahr 2026 etabliert sich die Coolcation — eine Wortschöpfung aus cool und vacation — als der sommerliche Reisetrend schlechthin. Laut Europe Incoming sind die Suchanfragen für Reisen in nordische Destinationen sprunghaft gestiegen: Bergen verzeichnet einen Anstieg von 37 % bei den Buchungen, während laut Backpacker Advice die Suchanfragen rund um Coolcations innerhalb eines Jahres um ~3 000 % explodiert sind. Schluss mit überfüllten Mittelmeerstränden bei 45 °C: Kurs auf Schottland, Norwegen, Schweden, Finnland und Island, wo die sommerlichen Temperaturen zwischen 10 und 23 °C liegen, das Tageslicht fast 24 Stunden anhält und die Landschaften einem den Atem rauben. Hier sind 5 Reiseziele für einen kühlen Sommer — mit Budgets, besten Reisezeiten und praktischen Tipps.

1. Die schottischen Highlands — Glen Coe, NC500 und Isle of Arran

Landschaft der schottischen Highlands mit Loch und Bergen im Sommer
Foto von AJ Wallace auf Unsplash

Glen Coe, NC500 und die Isle of Arran

80-130 €/Tag Mai-Juni 15-18 °C ~18 Std. Tageslicht

Schottland entwickelt sich zur Coolcation-Destination Nummer eins in Europa. Laut Travel and Tour World treibt die Mittelmeerhitze immer mehr Reisende gen Norden und macht Schottland 2026 zum sommerlichen Zufluchtsort par excellence. Und das aus gutem Grund: Die Highlands bieten einige der großartigsten Landschaften Europas bei Temperaturen, die im Hochsommer selten 18 °C überschreiten. Glen Coe, die einstige Caldera eines erloschenen Supervulkans, ist ein natürliches Amphitheater aus zerklüfteten Bergen, Wasserfällen und sattgrünen Tälern. Hier wurden ikonische Szenen aus Harry Potter, Braveheart und Skyfall gedreht.

Für Roadtrip-Fans ist die North Coast 500 (NC500) das schottische Pendant zur Route 66: eine 830 Kilometer lange Rundstrecke entlang der wilden Küsten Nordschottlands, vorbei an menschenleeren weißen Sandstränden, Burgruinen und windgepeitschten Klippen. Die beste Reisezeit ist Mai-Juni, vor dem Touristenansturm und den berüchtigten schottischen Mücken (Midges). Für ein intimeres Erlebnis bietet sich die Isle of Arran an, auch „Schottland im Kleinformat » genannt. Sie ist per Fähre von Glasgow aus erreichbar und vereint das gesamte Land auf kleinstem Raum: Berge, Destillerien, Steinkreise und wilde Strände — bei sommerlichen Höchsttemperaturen von 18 °C.

Was das Budget betrifft, bleibt Schottland für ein nordisches Reiseziel bemerkenswert erschwinglich. Rechnen Sie mit 80 bis 130 € pro Tag (Unterkunft, Verpflegung, Transport), wobei dank des Scottish Outdoor Access Code legales Wildcampen auf dem Großteil der schottischen Ländereien möglich ist. Beachten Sie jedoch: Edinburgh führt 2026 eine Kurtaxe ein — ein Novum in Schottland.

Highlights

  • NC500: 830 km entlang einer der spektakulärsten Küsten Europas
  • Legales Wildcampen — Biwakieren ist in Schottland ein Recht
  • Isle of Arran per Fähre: „Schottland im Kleinformat » an einem Wochenende
  • Whisky, Lochs und Burgen: ein unerschöpfliches kulturelles Erbe
  • Überschaubares Budget: 80-130 €/Tag all-inclusive
Pixidia-Tipp: Meiden Sie Juli-August wegen der Mücken (Midges), winziger stechender Insekten, die bei feuchtem, windstillem Wetter die Highlands befallen. Wenn Sie in der Hochsaison reisen, nehmen Sie Avon Skin-So-Soft mit — das Lieblingsrepellent der Einheimischen (und sogar der Royal Marines). Bevorzugen Sie Mai-Juni: weniger Andrang, keine Midges und endlos lange Tage.

2. Die Fjorde Norwegens — Bergen, Sognefjord und Lofoten

Küstendorf eingebettet zwischen felsigen Inseln in den norwegischen Fjorden
Foto von Bernhard auf Unsplash

Bergen, Sognefjord und die Lofoten

110-180 €/Tag Juni-August 12-18 °C Mitternachtssonne (Lofoten)

Norwegen verkörpert das Wesen der Coolcation wie kein anderes Land. Laut Europe Incoming sind die Sommerbuchungen für Bergen um 37 % gestiegen, was die wachsende Anziehungskraft der norwegischen Fjorde auf hitzefliehende Reisende bestätigt. Und gute Nachrichten fürs Budget: Laut Arctic Norway Tours hat die norwegische Krone in den letzten Jahren an Wert verloren, wodurch das Land für Besucher aus der Eurozone deutlich erschwinglicher geworden ist. Bergen, das Tor zu den Fjorden, besticht mit seinem historischen Viertel Bryggen (UNESCO-Welterbe), seinen bunten Holzhäusern und seinem legendären Fischmarkt.

Von Bergen aus öffnet sich der Sognefjord — Norwegens längster und tiefster Fjord (204 km) — wie ein Wasserkorridor zwischen schwindelerregend hohen Felswänden. Weiter nördlich bietet der Geirangerfjord, ebenfalls UNESCO-Welterbe, spektakuläre Wasserfälle und an Felswände geklammerte Bauernhöfe. Die eigentliche nordische Offenbarung sind jedoch die Lofoten jenseits des Polarkreises: schroffe Gipfel, die aus dem Ozean ragen, weiße Sandstrände mit türkisem Wasser (ja, in Norwegen!), Fischerdörfer mit roten Stelzenhütten (rorbuer) — und das alles gebadet in der Mitternachtssonne von Ende Mai bis Mitte Juli.

Das Tagesbudget in Norwegen liegt bei etwa 110-180 €, aufgeteilt auf Unterkunft (~110 €), Transport (~9 € für öffentliche Verkehrsmittel) und Verpflegung (~22 € bei teilweisem Selbstkochen). Die rorbuer auf den Lofoten bieten ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis: Diese umgebauten ehemaligen Fischerhütten ermöglichen es, selbst zu kochen und im Rhythmus der Gezeiten zu leben. Dank des allemannsretten (Jedermannsrecht — freier Zugang zur Natur) ist Wildcampen überall in Norwegen legal, sofern man die Natur achtet und mindestens 150 Meter Abstand zu Wohnhäusern hält.

Highlights

  • Sognefjord und Geirangerfjord: UNESCO-Welterbe
  • Mitternachtssonne auf den Lofoten: Wandern um 23 Uhr unter goldenem Himmel
  • Rorbuer: authentische Fischerhütten mit Meerblick
  • Allemannsretten: legales Wildcampen im ganzen Land
  • Schwache norwegische Krone: der Euro reicht weiter als zuvor
Pixidia-Tipp: Für die Lofoten sollten Sie Ihre rorbuer mindestens 3-4 Monate im Voraus buchen — die schönsten sind bereits im Frühjahr ausgebucht. Denken Sie an „Norway in a Nutshell », eine kombinierte Tour aus Zug, Bus und Fähre, die ab Bergen einen spektakulären Fjord-Querschnitt bietet — ideal, wenn Sie nur eine Woche Zeit haben.

3. Dalarna und das schwedische Seenland — Das Herz des traditionellen Schwedens

Ruhiger schwedischer See umgeben von grünen Wäldern im Sommer
Foto von Sandra Bittmann auf Unsplash

Dalarna: rote Cottages, Seen und Midsommar

80-130 €/Tag Juni-August 19-23 °C ~18 Std. Tageslicht

Wenn Norwegen das Land der Fjorde ist, dann ist Schweden das Land der Seen und endlosen Wälder. Die Region Dalarna, etwa drei Stunden nordwestlich von Stockholm, gilt als Wiege der schwedischen Identität: Hier findet man die berühmten, im Falunrot gestrichenen stugor (Cottages), die friedlichen Ufer des Siljan-Sees und die lebendigsten Traditionen des Landes. Laut The Gap Decaders zählt Schweden zu den empfehlenswertesten Coolcation-Zielen Europas, mit angenehmen Sommertemperaturen von 19 bis 23 °C und bis zu 18 Stunden natürlichem Tageslicht pro Tag.

Der Höhepunkt des schwedischen Sommers ist Midsommar (Sommersonnenwende), das um den 21. Juni herum mit Tänzen um den Maibaum, Kränzen aus Wildblumen und Festmahlen aus eingelegtem Hering und Erdbeeren mit Sahne gefeiert wird. In Dalarna nimmt dieses Fest eine besondere Dimension an: Die Feierlichkeiten im Dorf Leksand am Siljan-See ziehen Tausende Schweden an und gehören zu den authentischsten des Landes. Abseits von Midsommar bietet die Region Wanderungen in den umliegenden Bergen, Kajakfahren auf kristallklaren Seen, den Besuch der historischen Kupfermine von Falun (UNESCO-Welterbe) und die Entdeckung des lokalen Kunsthandwerks, insbesondere der berühmten Dalahäst (bemalte Holzpferdchen aus Dalarna).

Das Budget in Dalarna ist für skandinavische Verhältnisse sehr vernünftig: Rechnen Sie mit 80 bis 130 € pro Tag, besonders wenn Sie ein stuga am See mieten und mit lokalen Produkten kochen. Auch Schweden profitiert vom allemansrätten (Jedermannsrecht), das Wildcampen, das Sammeln von Beeren und Pilzen sowie das Baden in jedem See erlaubt — ein Privileg, das die schwedische Coolcation zugleich kostenlos und unvergesslich macht.

Highlights

  • Midsommar in Dalarna: das authentischste schwedische Kulturerlebnis
  • Allemansrätten: das Recht, frei in der Natur zu campen, zu schwimmen und zu sammeln
  • Stugor am See: typische rote Cottages zum Mieten für ein vollkommenes Eintauchen
  • Kupfermine von Falun (UNESCO): 1 000 Jahre unterirdische Geschichte
  • Sanftes Budget: 80-130 €/Tag, sehr erschwinglich für Skandinavien
Pixidia-Tipp: Um Midsommar wie ein Einheimischer zu erleben, buchen Sie ab März ein stuga am Siljan-See über Stugknuten oder Airbnb — die besten Plätze sind schnell vergeben. Packen Sie Ihre Badesachen ein: Die schwedischen Seen erreichen im Juli 20-22 °C, perfekt für ein tägliches Bad bei Sonnenuntergang (der fast nie stattfindet).

4. Die finnische Seenplatte — Die Region der Seen, Tampere und Saunas

Sonnenuntergang über einem finnischen See im Sommer
Foto von Nina Kaarina auf Unsplash

188 000 Seen, Saunas und weiße Nächte

100-180 €/Tag Juni-August 18-22 °C 19 Std. Tageslicht (Süden) / Mitternachtssonne (Norden)

Finnland ist ein Land, in dem das Wasser regiert: 188 000 Seen durchziehen sein Territorium, und fast 500 000 Sommerhäuser (mökki) säumen deren Ufer. Die finnische Seenplatte, eine weite Region im Herzen des Landes, ist das Paradies für eine kontemplative Coolcation. Laut Adventure.com ist die Seenplatte eine der besten Möglichkeiten zu verstehen, warum Finnland regelmäßig als das glücklichste Land der Welt eingestuft wird. Hier verlangsamt sich die Zeit: Man paddelt auf spiegelglatten Seen inmitten von Birkenwäldern, pflückt wilde Blaubeeren, badet in 20 °C warmem Wasser, bevor man sich in die Sauna zurückzieht — und das alles unter einem Himmel, der bis 23 Uhr hell bleibt.

Die Stadt Tampere, selbsternannte „Sauna-Hauptstadt der Welt », ist ein Pflichtbesuch. Mit über 70 öffentlichen Saunas, darunter die spektakuläre Rajaportti (die älteste öffentliche Sauna Finnlands, in Betrieb seit 1906) und die moderne Kuuma am Ufer des Näsijärvi-Sees, bietet die Stadt ein vollständiges Eintauchen in diese jahrtausendealte Tradition. Das finnische Ritual ist einfach, aber wirkungsvoll: den Körper bei 80-100 °C in der Sauna aufheizen, dann ins kalte Seewasser eintauchen, dreimal wiederholen, und zum Abschluss ein Craft-Bier auf dem Steg genießen. Die Region des Saimaa-Sees, der größten Seenfläche Finnlands, wurde zur Europäischen Region der Gastronomie 2024 gekürt, und ihre Spezialitäten — Kalakukko (mit Fisch gefülltes Brot), Muikku (frittierte Kleine Maräne) und arktische Beeren — begeistern neugierige Gaumen.

Was das Budget betrifft, liegt die finnische Seenplatte bei 100 bis 180 € pro Tag. Die günstigste und zugleich authentischste Lösung ist die Anmietung eines mökki (Holzchalet) am See: Die meisten verfügen über eine private Sauna, einen Steg und ein Kanu. In Nordfinnland scheint die Mitternachtssonne von Ende Mai bis Ende Juli ununterbrochen; im Süden können Sie im Juni mit 19 Stunden täglichem Tageslicht rechnen. Diese außergewöhnliche Helligkeit verwandelt jede Aktivität — Angeln, Wandern, Kanufahren — in ein nahezu mystisches Erlebnis.

Highlights

  • 188 000 Seen: das seenreichste Land Europas
  • Tampere: 70+ öffentliche Saunas, Sauna-Hauptstadt der Welt
  • Mökki: private Chalets am See mit eigener Sauna
  • Saimaa: Europäische Region der Gastronomie und Saimaa-Ringelrobben
  • Glücklichstes Land der Welt: eine Lebenskunst zum Erleben
Pixidia-Tipp: Verpassen Sie nicht das Sauna-Ritual mit anschließendem Sprung in den See — es ist die Grundlage des finnischen Wohlbefindens. Für mökki besuchen Sie Lomarengas.fi oder Nettimökki.com für Direktvermietungen von Eigentümern, oft günstiger als Airbnb. Und packen Sie eine Schlafmaske ein: Die weißen Nächte im Juni sind magisch, können aber Ihren Biorhythmus durcheinanderbringen.

5. Nordisland und die Westfjorde — Akureyri und darüber hinaus

Berg Kirkjufell im grünen Island im Sommer
Foto von Tejash Shah auf Unsplash

Akureyri, Westfjorde und das geheime Island

120-200 €/Tag Juni-August 10-15 °C Mitternachtssonne (24 Std. Tageslicht)

Island ist von Natur aus ein Coolcation-Ziel — im wahrsten Sinne des Wortes. Laut Travel and Tour World zählt Island zu den besten Coolcation-Destinationen weltweit dank seiner landschaftlichen Schönheit und seines idealen Sommerklimas. Vergessen Sie jedoch den überlaufenen Golden Circle und den touristischen Süden: Die wahre isländische Perle liegt im Norden und in den Westfjorden, zwei noch weitgehend unbekannten Regionen. Akureyri, die „Hauptstadt des Nordens » mit 19 000 Einwohnern, ist der ideale Ausgangspunkt: eingebettet am Ende eines von Bergen umgebenen Fjords bietet sie einen arktischen Botanischen Garten, Buckelwale im Eyjafjörður und direkten Zugang zu den geothermischen Wundern des Mývatn-Sees und zum spektakulären Dettifoss-Wasserfall.

Die Westfjorde sind Islands bestgehütetes Geheimnis. Laut Tourismusstatistiken wagen sich nur 10 % der Besucher auf diese abgelegene Halbinsel im Nordwesten, was sie zu einem Zufluchtsort absoluter Ruhe macht. Die kurvenreichen Straßen führen an verlassenen Fjorden entlang, an Klippen mit Millionen von Papageientauchern (die größte Kolonie Europas am Kap Látrabjarg), an wilden heißen Quellen und an Fischerdörfern, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Die Region ist ideal für Reisende, die Einsamkeit und unberührte Landschaften suchen, fernab der Touristenbusse des Golden Circle.

Wichtiger Hinweis für 2026: Eine totale Sonnenfinsternis wird am 12. August 2026 über Island ziehen — ein Ereignis, das erhebliche Menschenmassen anlocken und die Preise in die Höhe treiben wird. Wenn Ihr Ziel eine günstige und ruhige Coolcation ist, planen Sie Juni oder Anfang Juli, um dem Ansturm der Sonnenfinsternis zu entgehen. Beim Budget rechnen Sie mit 120 bis 200 € pro Tag. Die Camping Card, für etwa 200 €, gewährt Zugang zu über 40 Campingplätzen im ganzen Land und stellt eine erhebliche Ersparnis bei einem zweiwöchigen Roadtrip dar.

Highlights

  • Westfjorde: nur 10 % der Touristen — Einsamkeit und grandiose Landschaften
  • Akureyri: Walbeobachtung und geothermische Bäder am Mývatn
  • Mitternachtssonne: 24 Stunden Tageslicht im Juni zum grenzenlosen Wandern
  • Camping Card (~200 €): 40+ Campingplätze für einen günstigen Roadtrip
  • Papageientaucher, Wale, Wasserfälle, Geysire: eine einzigartige Dichte an Naturwundern
Pixidia-Tipp: Für die Westfjorde ist ein Allradfahrzeug unverzichtbar — manche Straßen (F-Roads) sind nur im Sommer befahrbar und bleiben unbefestigte Pisten. Nehmen Sie Proviant mit: Dörfer sind selten und Supermärkte noch seltener. Und wenn Sie die Sonnenfinsternis im August 2026 reizt, buchen Sie jetzt — die Unterkünfte im Norden sind für diesen Zeitraum bereits ausgebucht.

Vergleichstabelle der 5 Reiseziele

ReisezielTemp. SommerBudget/TagBeste ReisezeitHauptattraktion
Highlands, Schottland15-18 °C80-130 €Mai-JuniRoadtrip NC500 + legales Wildcampen
Fjorde, Norwegen12-18 °C110-180 €Juni-AugustUNESCO-Fjorde + Mitternachtssonne auf den Lofoten
Dalarna, Schweden19-23 °C80-130 €Juni-AugustMidsommar + stugor am See
Seenplatte, Finnland18-22 °C100-180 €Juni-August188 000 Seen + Saunakultur
Nordisland & Westfjorde10-15 °C120-200 €Juni-JuliVulkanlandschaften + nur 10 % der Touristen

Häufig gestellte Fragen zur Coolcation

Ist Skandinavien wirklich erschwinglich für eine Sommerreise?

Es ist erschwinglicher als man denkt, besonders 2026. Laut Arctic Norway Tours haben die norwegische und schwedische Krone gegenüber dem Euro an Wert verloren, was die Kaufkraft europäischer Reisender steigert. Wenn Sie ein Cottage (stuga in Schweden, mökki in Finnland) mieten und selbst kochen, können Sie ein Budget von 80 bis 130 € pro Tag in Schweden und Schottland einhalten. Das in allen vier nordischen Ländern und in Schottland legale Wildcampen spart einen Großteil der Übernachtungskosten. Island bleibt das teuerste Reiseziel, aber die Camping Card (~200 € für 40+ Campingplätze) hilft, die Ausgaben unter Kontrolle zu halten.

Braucht man ein Auto, um diese Reiseziele zu erkunden?

Das hängt vom Reiseziel ab. In Schottland (NC500) und Island (Westfjorde) ist ein Mietwagen nahezu unverzichtbar — für die isländischen Pisten ein Allradfahrzeug. In Norwegen sind die öffentlichen Verkehrsmittel (Züge, Fähren, Expressbusse) hervorragend: Die Tour „Norway in a Nutshell » ist komplett ohne Auto machbar. In Schweden und Finnland bedient die Bahn die großen Städte, aber für die Erkundung abgelegener Seengebiete ist ein Auto empfehlenswert. Denken Sie auch an Mitfahrgelegenheiten über BlaBlaCar, das in Skandinavien weit verbreitet ist.

Was ist die Mitternachtssonne und stört sie den Schlaf?

Die Mitternachtssonne ist ein natürliches Phänomen, das im Sommer jenseits des Polarkreises auftritt: Die Sonne geht nicht unter und bietet 24 Stunden ununterbrochenes Tageslicht. Auf den Lofoten (Norwegen) und in Nordisland dauert sie von Ende Mai bis Mitte Juli. Weiter südlich (Dalarna, finnische Seenplatte) geht die Sonne kurz unter, aber der Himmel bleibt die ganze Nacht hell (weiße Nächte). Dies kann in den ersten Tagen den Schlaf stören. Packen Sie eine Schlafmaske und tragbare Verdunkelungsvorhänge ein (Klammern + schwarzer Stoff). Nach 2-3 Tagen gewöhnen sich die meisten Reisenden daran und genießen die endlosen goldenen Abende.

Wann sollte man reisen, um 2026 den Menschenmassen zu entgehen?

Die nordische Hochsaison erstreckt sich von Mitte Juni bis Mitte August. Um den Massen zu entgehen, planen Sie Ende Mai-Anfang Juni oder September. In Schottland ist Mai-Juni ideal (keine Midges, weniger Touristen). In Norwegen bietet Anfang Juni bereits die Mitternachtssonne bei weniger Andrang. In Island ist besondere Vorsicht im August 2026 geboten: Die totale Sonnenfinsternis am 12. August wird Zehntausende Besucher anziehen und die Preise explodieren lassen. Bevorzugen Sie Juni-Juli, wenn Sie ein ruhigeres und günstigeres Island erleben möchten.

Sind die Mücken in Schottland wirklich ein Problem?

Ja, die Midges (stechende Mücken) können einen Aufenthalt in den Highlands verderben, wenn man nicht vorbereitet ist. Sie sind am aktivsten von Mitte Juni bis Ende August, besonders bei feuchtem, windstillem und bewölktem Wetter, in der Morgen- und Abenddämmerung. Die Abhilfe: Reisen Sie im Mai oder Anfang Juni (vor ihrer Saison), halten Sie sich an windige Küsten statt in feuchten Tälern auf, und nehmen Sie Avon Skin-So-Soft mit, das Standardrepellent der Schotten. An windigen oder sonnigen Tagen sind die Midges so gut wie abwesend.

Kann man mehrere Reiseziele in einer Reise kombinieren?

Auf jeden Fall, und es ist sogar empfehlenswert. Billigfluggesellschaften wie Norse Atlantic, Play (über Reykjavik) und SAS verbinden Skandinavien zu vernünftigen Preisen. Eine klassische 3-Wochen-Route könnte sein: Schottland (Flug aus Deutschland, 5 Tage NC500) → Norwegen (Flug Edinburgh-Bergen, 5 Tage Fjorde) → Schweden (Zug Bergen-Stockholm, dann Dalarna, 4 Tage) → Finnland (Fähre Stockholm-Helsinki, dann Seenplatte, 5 Tage). Island lässt sich aufgrund seiner abgelegenen Lage besser als eigene Reise kombinieren. Der Interrail-Pass deckt Schweden, Norwegen und Finnland zu einem Festpreis ab.

Welches Reiseziel eignet sich am besten für eine erste nordische Reise?

Für eine erste Reise empfehlen wir Schottland oder Norwegen. Schottland ist am einfachsten zu erreichen (Direktflug von 2 Stunden, Linksverkehr, aber hervorragende Straßeninfrastruktur, Englisch), mit moderatem Budget und einer enormen Landschaftsvielfalt. Norwegen beeindruckt durch die Erhabenheit seiner Fjorde und bietet ausgezeichnete öffentliche Verkehrsmittel (kein Auto nötig). Schweden ist ideal für Familien, die Entspannung suchen. Finnland begeistert Natur- und Saunaliebhaber. Island ist am spektakulärsten, aber auch am anspruchsvollsten in Bezug auf Budget und Fahrbedingungen.

Welche Auswirkungen hat die Sonnenfinsternis 2026 auf Island?

Die totale Sonnenfinsternis am 12. August 2026 wird über Island, Grönland und Spanien ziehen. Für Island bedeutet dies einen außergewöhnlichen Besucheransturm und Übernachtungspreise, die sich in den Zonen der Totalität (Norden des Landes, insbesondere um Akureyri) um das 2- bis 5-Fache erhöhen. Hotels und Campingplätze sind für die erste Augusthälfte bereits ausgebucht. Wenn Sie die Sonnenfinsternis erleben möchten, buchen Sie sofort. Wenn Ihr Ziel eine ruhige und preiswerte Coolcation ist, meiden Sie den Zeitraum vom 5. bis 20. August 2026 und wählen Sie Juni oder Anfang Juli.

Quellen

Recherche durchgeführt im Februar 2026. Budgets sind Richtwerte pro Person, ohne internationale Flüge.

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