Am 1. Juli 2026 beginnt eine neue Ära des Zugreisens in Frankreich. Unter dem Namen TGV M oder Avelia Horizon wird der brandneue TGV InOui der fünften Generation seine ersten Fahrgäste auf der Strecke Paris-Lyon-Marseille begrüßen. Mit 740 Sitzplätzen, 5G-WLAN, einem weltweit einzigartigen Notstromspeicher und 97 % recycelbaren Materialien steht dieser Zug für das größte Erneuerungsprogramm im französischen Schienenverkehr seit dreißig Jahren: 3,5 Milliarden Euro, 115 bei Alstom bestellte Zugeinheiten und über eine Million Testkilometer. Von der umweltbewussten Konstruktion über den neuen Barwagen Le Bistro bis hin zur verbesserten Barrierefreiheit und dem Fahrplan für die Ausweitung nach Italien und Belgien — hier erfahren Sie alles über den Zug, der Ihr Reisen grundlegend verändern wird.
1. Avelia Horizon — die 5. TGV-Generation

Ein beispielloses Industrieprogramm
Die Geschichte des TGV M reicht bis 2015-2016 zurück, als die SNCF eine Ausschreibung für den Nachfolger des TGV Duplex startete. Laut der SNCF-Gruppe wurde Alstom ausgewählt und unterzeichnete 2018 einen Erstauftrag über 2,7 Milliarden Euro. Das Programm wurde anschließend auf 115 Zugeinheiten für insgesamt 3,5 Milliarden Euro erweitert — damit ist der Avelia Horizon der größte Eisenbahnvertrag, der jemals in Frankreich vergeben wurde.
An der Fertigung sind 11 Alstom-Standorte in ganz Frankreich beteiligt, von La Rochelle (Wagenkasten-Montage) über Belfort (Drehgestelle) bis Villeurbanne (Leistungselektronik) und Tarbes (Antrieb). Mehr als 4.000 direkte Arbeitsplätze sind daran gebunden, Zulieferer nicht mitgerechnet. Wie Wikipedia berichtet, ist das Programm eine tragende Säule der französischen Eisenbahnindustrie.
Bevor der erste Fahrgast einsteigt, wird der TGV M eine Million Testkilometer absolviert haben — ein absoluter Rekord in der TGV-Geschichte. Diese Tests, durchgeführt auf der Versuchsstrecke im tschechischen Velim und anschließend im französischen Streckennetz, umfassen Antrieb, Bremsen, Fahrdynamik, ERTMS-Signalisierung und Klimabeständigkeit. Ursprünglich sollte der Zug zu den Olympischen Spielen 2024 in Paris bereit sein, doch Verzögerungen bei der Zulassung verschoben den kommerziellen Start auf den 1. Juli 2026.
2. 740 Sitzplätze und modulare Architektur
Ein weltweit einzigartiger Doppelstock-TGV
Der TGV M wächst von 8 auf 9 Wagen — ein Novum in der Geschichte der Doppelstock-TGV. Dieser zusätzliche Wagen bietet in Kombination mit einem optimierten Innenraum eine Kapazitätssteigerung von 20 % gegenüber dem aktuellen TGV Duplex. Laut SNCF-Gruppe bietet der Zug Platz für bis zu 740 Passagiere in der Maximalkonfiguration (vorgesehen für Ouigo) oder rund 600 Plätze in der InOui-Version mit dem Barwagen Le Bistro.
Die wichtigste Innovation ist die modulare Innenraumarchitektur. Sitze und Ausstattung sind so konzipiert, dass sie in nur einem halben Tag umkonfiguriert werden können. Konkret kann die SNCF einen Erste-Klasse-Wagen in die Zweite Klasse umwandeln — oder umgekehrt — je nach saisonaler Nachfrage. Diese beispiellose Flexibilität ermöglicht eine bedarfsgerechte Anpassung: mehr Erste Klasse auf Geschäftsverbindungen unter der Woche, mehr Zweite Klasse an Wochenenden und in den Ferien.
Mit seinen 202 Metern Länge bleibt der TGV M kompatibel mit allen Bahnsteigen im französischen Netz. In Mehrfachtraktions-Konfiguration (zwei gekoppelte Züge) kann der Zug über 1.000 Fahrgäste befördern — damit ist er der kapazitätsstärkste Doppelstock-Hochgeschwindigkeitszug der Welt. Laut Railway Technology bietet derzeit kein anderer Hersteller einen Doppelstock-TGV mit einer vergleichbaren Modularität an.
- +20 % Kapazität dank des 9. Wagens und optimierter Raumnutzung
- 1./2.-Klasse-Modularität in nur einem halben Tag umrüstbar
- Volle Kompatibilität mit dem bestehenden Hochgeschwindigkeitsnetz und 202-m-Bahnsteigen
- Mehrfachtraktion: zwei gekoppelte TGV M für über 1.000 Reisende
3. 5G-WLAN, USB-Anschlüsse und Multimedia-Portal

Vernetzt von der Abfahrt bis zur Ankunft
Schluss mit dem unzuverlässigen WLAN der bisherigen TGV. Der neue TGV InOui bietet eine 5G-WLAN-Verbindung, die für gleichzeitiges Videostreaming auf Hunderten von Geräten ausgelegt ist. Laut Ulysse wurde die Netzwerkinfrastruktur komplett neu konzipiert — mit Multiband-Antennen und in die Fensterscheiben integrierten Signalverstärkern, um auch bei 320 km/h eine stabile Verbindung zu gewährleisten.
Jeder Sitzplatz verfügt über eine Steckdose und einen USB-Anschluss. Eine kleine Smartphone-Halterung ist in die Rückenlehne des Vordersitzes integriert, sodass Sie freihändig Filme schauen oder an Videokonferenzen teilnehmen können. Das kostenlose Multimedia-Portal an Bord bietet eine Bibliothek aus Filmen, Serien, Podcasts und Zeitungen, die ohne Internetverbindung direkt vom Bordserver abgerufen werden können.
Eine weitere praktische Neuerung: die Möglichkeit, online vom Sitzplatz aus im Barwagen zu bestellen — über die TGV-InOui-App. Sie werden benachrichtigt, wenn Ihre Bestellung abholbereit ist, oder sie wird direkt an Ihren Platz geliefert. Schluss mit dem Anstehen im Gang zwischen den Wagen.
4. Die „Graft »-Batterie — keine Pannen mehr auf offener Strecke
Eine Weltpremiere in der Eisenbahngeschichte
Dies ist zweifellos die spektakulärste Innovation des TGV M: die Notstrom-Batterie „Graft », eine Weltpremiere für einen Hochgeschwindigkeitszug. Laut der SNCF-Gruppe ermöglichen diese Bordbatterien dem Zug, bei einem Ausfall der Oberleitungsstromversorgung den nächsten Bahnhof aus eigener Kraft zu erreichen. Vorbei ist der Albtraum eines stundenlang auf freier Strecke festsitzenden TGV ohne Klimaanlage und Beleuchtung.
Über die Notstrom-Batterie hinaus umfasst der TGV M mehr als 400 technische Innovationen, die ihn erheblich energieeffizienter machen. Der Gesamtstromverbrauch sinkt um 20 % gegenüber dem TGV Duplex, und der Verbrauch pro Sitzplatz sinkt dank der höheren Kapazität um 30 %. Laut Mediarail ist das ein erheblicher Gewinn, wenn man bedenkt, dass die SNCF rund 450 TGV in ihrem Netz betreibt.
Die Rekuperationsbremse ist ein weiterer großer Vorteil: Beim Abbremsen arbeiten die Motoren als Generatoren und speisen Energie zurück in die Oberleitung. Diese rückgewonnene Energie versorgt andere Züge im selben Netz — ein positiver Kreislauf. Laut Railway Technology macht diese Technologie in Kombination mit der verbesserten Aerodynamik und dem leichteren Zugverband den TGV M zu einem der effizientesten Hochgeschwindigkeitszüge weltweit.
- Graft-Batterie: genug Reichweite, um den nächsten Bahnhof zu erreichen
- Über 400 Innovationen in die Konstruktion integriert
- -20 % Energieverbrauch gegenüber dem aktuellen TGV Duplex
- Rekuperationsbremse: Bremsenergie wird ins Netz zurückgespeist
5. 97 % recycelbar — ein umweltbewusst konstruierter Zug
Der umweltfreundlichste TGV aller Zeiten
Der TGV M wurde von Anfang an nach dem Prinzip des ganzheitlichen Öko-Designs entwickelt. Laut der SNCF-Gruppe sind 97 % der Materialien des Zugverbands am Ende der Lebensdauer recycelbar — gegenüber rund 90 % bei den Vorgängergenerationen. Jedes Bauteil wurde ausgewählt, um seinen ökologischen Fußabdruck über den gesamten Lebenszyklus des Zuges zu minimieren — etwa 40 Betriebsjahre.
Die stromlinienförmige Nase des TGV M, länger und aerodynamischer als die des Duplex, ist nicht nur eine optische Verbesserung: Sie reduziert den Luftwiderstand deutlich und trägt direkt zur Senkung des Energieverbrauchs um 20 % bei. Die Innovation reicht bis zur reflektierenden Außenlackierung, einer aus der Luftfahrt übernommenen Technologie. Diese Spezialbeschichtung reflektiert Sonnenstrahlen und begrenzt die Aufheizung der Karosserie, wodurch die Klimaanlage bei heißem Wetter weniger beansprucht wird — eine wichtige Energiequelle, besonders auf den Mittelmeerstrecken im Sommer.
Für die Aufnahme und Wartung der neuen Zugeinheiten investiert die SNCF 300 Millionen Euro in die Modernisierung ihrer Technicentres, der über das Land verteilten Wartungswerkstätten. Neue bordeigene Diagnosewerkzeuge ermöglichen eine vorausschauende Wartung, reduzieren Stillstandszeiten und optimieren die Verfügbarkeit der Züge. Der TGV M ist eine zentrale Säule der Dekarbonisierungsstrategie der SNCF, die eine Reduktion der CO2-Emissionen um 50 % bis 2030 anstrebt.
6. Neu gedachter Komfort — Le Bistro, Fahrräder und Barrierefreiheit

Ein Design von AREP und Nendo
Das Innenraumkonzept „Flow » wurde gemeinsam vom französischen Architekturbüro AREP (einer SNCF-Tochter) und dem renommierten japanischen Studio Nendo unter der Leitung von Designer Oki Sato entwickelt. Laut RailwayPro war das Ziel, einen luftigen, fließenden Raum zu schaffen, der visuelle Barrieren zwischen den Ebenen beseitigt und die natürliche Bewegung der Reisenden fördert.
Die Sitze wurden sorgfältig entwickelt. Mit einem 3D-Gewebe aus 85 % Wolle bezogen, wurden sie an 125 verschiedenen Körpertypen getestet, um für alle Staturen optimalen Komfort zu gewährleisten. Für eine Lebensdauer von 30 Jahren ausgelegt, bieten sie einen vergrößerten Klapptisch, einen Getränkehalter und die bereits erwähnte Smartphone-Halterung. Laut Déplacements Pros ist der Sitzkomfort spürbar besser als im aktuellen Duplex, mit verbesserter Lendenwirbelstütze.
Le Bistro: ein neu erfundener Barwagen
Der Barwagen bekommt einen neuen Namen und eine neue Dimension: Das Bistro erstreckt sich nun über zwei Ebenen und bietet 28 Sitzplätze. Auf dem Programm: ein Barista-Bereich mit Spezialitätenkaffee, Touchscreen-Bestellterminals zur Vermeidung von Warteschlangen und ein Selbstbedienungs-Kühlschrank mit Sandwiches, Salaten und Kaltgetränken. Ein echtes Treffpunkt an Bord, konzipiert sowohl für die Mittagspause als auch für informelles Arbeiten.
Fahrräder und Barrierefreiheit
Radfahrer dürfen sich freuen: Der TGV M verfügt über 3 Fahrradabstellbereiche mit Platz für bis zu 8 nicht zerlegte Fahrräder — im Vergleich zu den oft fehlenden oder begrenzten Stellplätzen in den aktuellen Duplex-Zügen. Die Barrierefreiheit macht einen großen Sprung nach vorne mit 5 Rollstuhlplätzen (statt bisher 2), einem integrierten autonomen Hublift für den Einstieg und vergrößerten barrierefreien Toiletten. Laut Faire-face.fr haben Behindertenverbände diese Verbesserungen begrüßt, bleiben aber wachsam hinsichtlich der tatsächlichen Umsetzung in den Bahnhöfen.
7. Preise, Fahrkarten und Spartipps
Keine Mehrkosten für Reisende
Gute Nachricht: Reisen im neuen TGV M wird nicht teurer. Die SNCF hat bestätigt, dass die InOui-Preisstruktur unverändert bleibt. Ob Sie in einem Zug der neuen Generation oder in einem klassischen TGV Duplex sitzen — der Fahrpreis bleibt für die gleiche Strecke, das gleiche Datum und die gleiche Klasse identisch. Die Investition von 3,5 Milliarden Euro wird von der SNCF über ihren Gesamtmodernisierungsplan getragen.
Richtwertpreise
| Strecke | Prem’s (ab) | Standard (Normalpreis) | Fahrtdauer |
|---|---|---|---|
| Paris → Lyon | ~20 € | ~60-100 € | ~2 Std. |
| Paris → Marseille | ~25 € | ~80-130 € | ~3 Std. 15 |
Um die besten Preise zu erhalten, bleibt die Strategie dieselbe: so früh wie möglich buchen. Die Prem’s-Tickets sind nicht umbuchbar und nicht erstattbar, bieten aber die günstigsten Preise. Fahrkarten zum Standardtarif sind bis 7 Tage vor Abfahrt kostenlos umbuchbar und erstattbar. Laut SNCF Connect beginnt der Verkauf in der Regel 4 bis 6 Monate vor dem Reisedatum.
Ermäßigungskarten
- Carte Avantage (49 €/Jahr): garantiert -30 % für Sie und bis zu 3 Begleitpersonen
- Carte Liberté (399 €/Jahr): -45 % auf den Normalpreis in der 1. und 2. Klasse, ideal für Vielfahrer
- Jugendtarife: -30 % für 12- bis 27-Jährige mit der Carte Avantage Jeune
- Seniorentarife: -30 % für Personen ab 60 Jahren mit der Carte Avantage Senior
8. Wo und wann — der Einführungsfahrplan

Schrittweise Einführung von 2026 bis 2031
Phase 1: Die Achse Paris-Lyon-Marseille (Sommer 2026)
Die ersten Zugeinheiten werden am 1. Juli 2026 auf der meistbefahrenen Strecke Frankreichs in Betrieb gehen: Paris-Lyon-Marseille. Laut Generation-NT plant die SNCF ab Juli 4 Zugeinheiten im Einsatz, dann 9 Zugeinheiten Ende 2026. Ab 2027 steigt das Auslieferungstempo auf 12 Zugeinheiten pro Jahr.
Phase 2: Italien (September 2027)
Der TGV M wird ab September 2027 die Alpen überqueren. Die SNCF plant 13 tägliche Hin- und Rückfahrten mit Halt in 10 italienischen Städten, darunter Mailand, Turin, Genua und Rom. Dies ist eine große Handelsoffensive in Italien, einem Markt, der bisher von Trenitalia und Italo dominiert wurde. Laut Déplacements Pros werden die für Italien bestimmten TGV M zweisprachig konfiguriert — mit Beschilderung und Durchsagen auf Französisch und Italienisch.
Phase 3: Brüssel und internationale Strecken
Die SNCF hat bei Alstom 15 weitere Vierstrom-Zugeinheiten für 600 Millionen Euro bestellt. Diese Züge, die unter vier verschiedenen elektrischen Stromsystemen fahren können, sind für Verbindungen nach Brüssel und möglicherweise weitere nordeuropäische Ziele vorgesehen. Die Auslieferung ist zwischen 2028 und 2029 geplant.
Und danach?
| Programm | Zeitrahmen | Details |
|---|---|---|
| Eurostar Celestia | 2031 | 30 Züge, 2 Mrd. €, Ablösung der e300/e320 |
| Velvet/Proxima | 2028 | 12 Zugeinheiten für die Atlantikachse (Paris-Bordeaux) |
| ONCF Marokko | 2029-2030 | 18 Züge Tanger-Marrakesch, Alstom-Export |
Die Plattform Avelia Horizon ist somit dazu bestimmt, das Rückgrat des französischen Hochgeschwindigkeitsnetzes zu werden und international exportiert zu werden — eine Bestätigung von Alstoms Führungsrolle im Segment der Doppelstock-TGV.
9. Aktueller TGV Duplex vs. neuer TGV M — der Vergleich
| Kriterium | Aktueller TGV Duplex | Neuer TGV M |
|---|---|---|
| Wagen | 8 | 9 |
| Kapazität | ~630 Plätze | 740 Plätze |
| WLAN | 4G | 5G-Streaming |
| USB | Nicht überall verfügbar | USB-A/C pro Sitz |
| Energieverbrauch | Referenzwert | -20 % |
| Recycelbarkeit | ~90 % | 97 % |
| Notstrom-Batterie | Nein | Ja (Graft) |
| Fahrradplätze | Begrenzt | 8 nicht zerlegte Räder |
| Rollstuhlplätze | 2 Plätze | 5 Plätze + Hublift |
| Barwagen | Klassische Bar | Le Bistro, 2 Ebenen, 28 Plätze |
| Inbetriebnahme | — | 1. Juli 2026 |
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Häufig gestellte Fragen zum neuen TGV InOui 2026
Wann wird der neue TGV InOui in Betrieb genommen?
Der neue TGV M (Avelia Horizon) wird am 1. Juli 2026 auf der Strecke Paris-Lyon-Marseille den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Die SNCF plant ab dem ersten Monat 4 Zugeinheiten im Einsatz, dann 9 Einheiten bis Ende 2026. Die Einführung wird anschließend schrittweise auf weitere Strecken ausgeweitet, mit Italien im September 2027 und Brüssel 2028-2029. Quelle: SNCF-Gruppe.
Wie kann ich erfahren, ob mein Zug ein TGV M oder ein klassischer TGV ist?
Die SNCF hat noch keine offizielle Möglichkeit bekannt gegeben, wie Reisende vorab erfahren können, ob ihr Zug ein TGV M oder ein klassischer Duplex sein wird. Verfolgen Sie die Neuigkeiten auf SNCF Connect ab Juni 2026: Der Fahrzeugtyp könnte bei der Buchung in den Verbindungsdetails angezeigt werden. In jedem Fall bleibt der Fahrpreis unabhängig vom Zugtyp gleich.
Wird die Fahrkarte im neuen TGV teurer sein?
Nein. Die SNCF hat bestätigt, dass die InOui-Preisstruktur strikt unverändert bleibt. Eine Fahrt im TGV M kostet keinen Cent mehr als im aktuellen TGV Duplex. Prem’s-Tickets, Standardtarife, die Carte Avantage und die Carte Liberté gelten auf exakt gleiche Weise. Die Investition von 3,5 Milliarden Euro wird über den Flottenerneuerungsplan der SNCF finanziert.
Was ist die „Graft »-Batterie?
Die „Graft »-Batterie ist eine Weltpremiere im Hochgeschwindigkeits-Schienenverkehr. Es handelt sich um Notstrom-Bordbatterien, die es dem TGV M ermöglichen, bei einem Ausfall der Oberleitungsstromversorgung den nächsten Bahnhof aus eigener Kraft zu erreichen. Die Reisenden behalten während der gesamten Notfahrt Beleuchtung, Klimaanlage und WLAN. Quelle: SNCF-Gruppe.
Kann ich mein nicht zerlegtes Fahrrad im TGV M mitnehmen?
Ja. Der TGV M verfügt über 3 Fahrradabstellbereiche mit Platz für bis zu 8 nicht zerlegte Fahrräder — eine deutlich höhere Kapazität als in den aktuellen TGV-Duplex-Zügen. Eine Fahrradreservierung ist Pflicht und kann gleichzeitig mit dem Fahrscheinkauf auf SNCF Connect vorgenommen werden. Der Fahrradzuschlag beträgt weiterhin 10 € pro Fahrt. Buchen Sie frühzeitig, denn die Plätze sind begrenzt und in der Sommersaison stark nachgefragt.
Wann kommt der TGV M nach Brüssel und Italien?
Der TGV M ist ab September 2027 für Italien geplant, mit 13 täglichen Hin- und Rückfahrten zu 10 Städten, darunter Mailand, Turin und Rom. Für Brüssel wurden 15 Vierstrom-Zugeinheiten für 600 Millionen Euro bestellt, mit geplanter Auslieferung zwischen 2028 und 2029. Danach übernimmt das Eurostar-Celestia-Programm (30 Züge, 2 Milliarden Euro) die Kanaltunnel-Verbindungen ab 2031. Quelle: Déplacements Pros.
Wird der TGV M in Frankreich hergestellt?
Ja, vollständig. Der TGV M wird von Alstom an 11 Industriestandorten in Frankreich gebaut: La Rochelle (Montage), Belfort (Drehgestelle), Villeurbanne (Elektronik), Tarbes (Antrieb), Ornans (Motoren), Le Creusot (TGV-Drehgestelle), Saint-Ouen (Design), Aix-en-Provence (Systeme), Toulouse (Signalisierung), Reichshoffen (Wagen) und Petit-Quevilly (Transformatoren). Das Programm sichert mehr als 4.000 direkte Arbeitsplätze. Quelle: Wikipedia.
Welche USB-Anschlüsse gibt es an Bord?
Jeder Sitzplatz im TGV M verfügt über eine Steckdose und einen USB-Anschluss. Die ersten 20 ausgelieferten Zugeinheiten sind mit USB-A-Anschlüssen ausgestattet (das klassische rechteckige Format). Die nachfolgenden Einheiten werden mit USB-C-Anschlüssen (dem neueren ovalen Format) ausgestattet sein. Falls Ihr Gerät nur einen USB-C-Anschluss hat, nehmen Sie für die ersten Betriebsmonate einen kleinen USB-A-auf-USB-C-Adapter mit.
Quellen
- SNCF-Gruppe (offiziell) — Offizielle Seite zum neuen TGV InOui, technische Daten und Zeitplan
- Wikipedia — Avelia Horizon — Programmgeschichte, technische Daten, Alstom-Fertigungsstandorte
- Ulysse.com — Neuerungen für Fahrgäste im TGV M: 5G-WLAN, Multimedia-Portal, USB
- Railway Technology — Technische Analyse des Avelia-Horizon-Projekts, Innovationen und Leistung
- Faire-face.fr — Barrierefreiheit im neuen TGV InOui: Rollstuhlplätze, Hublift, barrierefreie Toiletten
- Déplacements Pros — Rundgang durch den TGV-M-Innenraum, Le Bistro, Sitze, Einführung in Italien
- Generation-NT — Lieferzeitplan und Inbetriebnahme Paris-Lyon-Marseille
- Voyager en train — Verkaufsstart der Fahrkarten, Buchungstipps und Preisalarme
- RailwayPro — „Flow »-Konzept von AREP und Nendo für das Innendesign des TGV M
- Mediarail.be — Vollständiges technisches Datenblatt des TGV M, Energieeffizienz und Graft-Batterie
Recherche durchgeführt am 16. März 2026
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