Der UTMB Mont-Blanc verwandelt Chamonix jedes Jahr Ende August in das weltweite Epizentrum des Trailrunnings, mit acht Rennen von Montag bis Sonntag. Das Flaggschiffrennen, der UTMB, führt über 174 km und 9.900 Höhenmeter durch Frankreich, Italien und die Schweiz. Seit 2022 läuft der Zugang zu den drei Finalrennen (UTMB, CCC, OCC) über eine gewichtete Auslosung auf Basis der Running Stones: Die offizielle Kommunikation nennt etwa 25 Steine für eine Auswahlwahrscheinlichkeit von rund 50 %. Rechnen Sie mit einem Mindestbudget von etwa 3.100 Euro für einen einzigen Qualifikationsversuch. Buchen Sie Ihre Unterkunft so früh wie möglich: Objekte im Stadtzentrum sind oft schon vor der Bekanntgabe der Auslosungsergebnisse Ende Januar vergeben.
Chamonix ist für eine Woche Ende August weit mehr als ein gewöhnlicher Bergort. Acht Rennen folgen aufeinander, mit rund 10.000 Läuferinnen und Läufern aus über 100 Nationen und, laut Schätzungen der lokalen Presse, fast 50.000 Besuchern im Tal. Ob Sie selbst auf eine Startnummer hoffen oder einfach jemanden anfeuern möchten: Wer die Mechanik der Auslosung, den Zeitplan der acht Rennen und die besten Aussichtspunkte kennt, erlebt die Veranstaltung anders. Dieser Guide fasst zusammen, was Sie vor der Anmeldung wissen sollten, ohne ein festes Datum für die nächste Ausgabe zu nennen, solange die Organisation es nicht selbst auf ihrer offiziellen Website bestätigt hat.
1. Die acht Rennen der UTMB-Woche

Von den 15 km der ETC bis zu den 174 km des UTMB-Flaggschiffrennens
Die UTMB-Woche ist nicht ein Rennen, sondern acht. Die PTL (Petite Trotte à Léon) eröffnet am Montagmorgen den Reigen: rund 300 km und 25.000 Höhenmeter, im Zweier- oder Dreierteam, auf einer nicht markierten Strecke, die sich jedes Jahr ändert, ohne offizielle Wertung. Verliert ein Zweierteam einen Partner, muss es aufgeben; ein Dreierteam kann unter bestimmten Bedingungen zu zweit weiterlaufen. Es folgt die MCC, 40 km und 2.350 Hm ab Martigny-Combe in der Schweiz, die über den Col de la Forclaz und den Col de Balme führt, bevor sie über Argentière nach Chamonix zurückkehrt. Die TDS (148 km, etwa 9.300 bis 9.500 Hm ab Courmayeur) gilt allgemein als die technischste Strecke pro Kilometer der Woche. Die YCC, Jugendlichen der Jahrgänge 2007 bis 2012 vorbehalten, wird an zwei Tagen ausgetragen: dienstags in Courmayeur in drei Altersklassen, mittwochs dann in Chamonix für die 200 Erstplatzierten des Vortags. Die ETC (15 km, Start dienstags in Courmayeur) bleibt das einzige Rennen der Woche, das nicht in Chamonix endet. Es folgen schließlich die drei Finalrennen der UTMB World Series: die OCC (60 km, Start donnerstags in Orsières in der Schweiz), die CCC (101 km, Start freitags in Courmayeur) und der UTMB selbst, der über 174 km und rund 9.900 Höhenmeter durch Frankreich, Italien und die Schweiz führt und dabei den Col de la Seigne passiert. Laut Trail Runner Magazine nahmen 2026 846 Elite-Athletinnen und -Athleten aus 54 Nationen teil, und laut SPORTéco liefen insgesamt rund 10.000 Läufer aus 129 Nationen, mit einem Frauenanteil von 46 % allein im Elitefeld.
Highlights
- Die PTL wird komplett autonom navigiert, ohne Markierung und ohne Wertung
- Die TDS hat das beste Verhältnis von Höhenmetern pro Kilometer der ganzen Woche (rund 63 Hm/km)
- Das UTMB-Flaggschiffrennen durchquert auf einer einzigen 174-km-Runde drei Länder
2. Anmeldung: UTMB Index, Running Stones und Auslosung

Eine gewichtete Auslosung statt eines klassischen Anmeldeformulars
Seit 2022 sind die klassischen ITRA-Punkte keine Voraussetzung mehr für die Teilnahme an UTMB-Rennen. Das System stützt sich auf zwei Säulen: den UTMB Index (Leistungsniveau des Läufers, berechnet über die Distanzen 20K/50K/100K/100M) und die Running Stones, echte Losnummern, die durch das Finishen eines Rennens der UTMB World Series gewonnen werden (1 bis 4 Steine je nach Distanz, verdoppelt bei den „Majors »-Rennen). Sie sind zeitlich unbegrenzt sammelbar, werden laut Running Lookout aber inaktiv, wenn seit 24 Monaten kein neuer Stein gewonnen wurde. Die ITRA behält ihre Rolle als weltweite Referenz für die Läuferwertung und die Bewertung der Renndistanz über die Formel „km-effort » (Distanz in Kilometern plus Höhenmeter geteilt durch 100), laut der offiziellen ITRA-FAQ.
Die Auslosung selbst ist gewichtet: Die individuelle Wahrscheinlichkeit ergibt sich aus dem Verhältnis der Steine des Bewerbers zur Gesamtzahl aller Steine aller Bewerber. 2026 wurden laut reference-trail.fr rund 25.000 Voranmeldungen registriert, ein Plus von 30 % gegenüber 2024, bei einer Auswahlquote von rund 22 %. Neu 2026: ein Gewichtungsbonus von 30 % für Läufer, die sich verpflichten, ohne eigenes Auto ins Tal zu reisen, eine Option, die laut u-trail von rund zwei Dritteln der Bewerber genutzt wurde. Der für die Ausgabe 2026 beobachtete Zeitplan folgt einem wiederkehrenden Rhythmus, der aber jedes Jahr auf der offiziellen Website erneut geprüft werden sollte: Öffnung der Solidaritäts-Startplätze Mitte Dezember, ein etwa zwölftägiges Zeitfenster für Voranmeldung und Auslosung im Januar, Veröffentlichung der Ergebnisse rund zehn Tage später, danach ein zwei- bis dreiwöchiges Zeitfenster für Bestätigung und Zahlung.
Highlights
- Ein einziger Running Stone genügt, um für die Auslosung der drei Finalrennen berechtigt zu sein
- Der Solidaritäts-Startplatz (Spende von rund 2.200 bis 2.550 Euro) sichert einen Platz außerhalb der Auslosung, begrenztes Kontingent
- Ein CO2-Beitrag, berechnet nach dem angegebenen Verkehrsmittel, ist seit 2026 für alle Teilnehmer verpflichtend
3. Budget und Ausrüstung: Was ein Versuch wirklich kostet
Der Preis für die UTMB-Startnummer (Flaggschiffrennen) schwankt je nach Jahr und Quelle zwischen 400 und 480 Euro, eine Zahl, die niemals als fester Wert für die nächste Ausgabe genannt werden sollte, am besten verweist man auf die offizielle Website für den aktuellen Tarif. Zum Vergleich: Französische Ultra-Trails mit vergleichbarer Kilometerzahl, etwa die Échappée Belle (149 km, rund 200 Euro) oder die Diagonale des Fous (165 km, rund 185 Euro), kosten laut u-trail etwa halb so viel.
Für einen einzigen Qualifikationsversuch, ohne die vorherigen Vorbereitungsjahre mitzurechnen, beziffert Outside.fr ein Mindestbudget von rund 3.100 Euro: rund 510 Euro, um einen Running Stone zu gewinnen (Qualifikationsrennen, Anreise und Unterkunft inklusive), rund 430 Euro Startgeld, rund 1.037 Euro Pflichtausrüstung, falls alles neu gekauft werden muss, rund 140 Euro für die Zugfahrt hin und zurück ab Paris sowie rund 1.000 Euro für fünf Nächte vor Ort. Eine großzügigere Schätzung, die private Transfers und teurere Übernachtungen einbezieht, siedelt das realistische Budget zwischen 2.500 und über 4.500 Euro pro Person an.
Die Pflichtausrüstungsliste: der oft unterschätzte Kostenpunkt
Der Veranstalter legt nicht mehr zwei standardisierte Wetter-Kits fest: Er veröffentlicht eine verpflichtende Basisliste (wasserdichte Jacke und Überhose, warme Zwischenschicht, warme wasserdichte Mütze und Handschuhe, zwei Stirnlampen, davon eine mit auf einem bestimmten Streckenabschnitt vorgeschriebenem Rotlichtmodus, Rettungsdecke, Nahrungs- und Wasserreserve, Navigationsgerät, eigener Becher), ergänzt durch eine „flexible » Zusatzliste, die je nach Wettervorhersage 24 Stunden vor jedem Start aktiviert wird, laut RunMotion Coach. Für eine komplette Neuausstattung sollten Sie mit rund 1.037 Euro rechnen: Trailrucksack (rund 160 Euro), technische Jacke (rund 200 Euro), Trailschuhe (200 bis 400 Euro), zwei Stirnlampen (rund 100 Euro) sowie das übrige Pflichtzubehör. Kontrollen finden vor dem Start, während des Rennens und bis zum Ziel statt: Wer nicht die vollständige Ausrüstung dabei hat, riskiert Strafen bis hin zur Disqualifikation.
4. Die Ausgabe 2026 in Zahlen: ein Blick auf das Wettkampfniveau
Diese Zahlen beziehen sich auf die Ende August abgeschlossene Ausgabe 2026: Sie dienen dazu, das Renn- und Auswahlniveau einzuordnen, nicht dazu, irgendetwas über eine kommende Ausgabe anzukündigen. Beim UTMB-Flaggschiffrennen siegte Ben Dhiman (USA) in 18:16:29 Stunden, als erster Mann überhaupt unter 19 Stunden, vor Baptiste Chassagne und Caleb Olson, laut iRunFar. Bei den Frauen gewann Blandine L’Hirondel in 21:54:49 Stunden, vor Rachel Entrekin und Emily Schmitz. Zwei Abwesenheiten prägten die Vorhersagen vor dem Rennen: Kilian Jornet, der seine Rückkehr nach Chamonix nach vierjähriger Pause angekündigt hatte, und Jim Walmsley, Sieger von 2023, mussten beide verletzungsbedingt absagen.
Von 2.407 Startern beim UTMB kamen 1.681 ins Ziel, eine Finisherquote von 69,84 %. Laut u-trail liegt die Aufgabequote seit 2021 jedes Jahr bei rund einem Drittel des Feldes, kein Einzelfall dieser Ausgabe. Beim Preisgeld betrug die Gesamtdotierung der drei Finalrennen UTMB, CCC und OCC 271.000 Euro, davon 92.000 Euro allein für den UTMB, gleichmäßig zwischen Männern und Frauen aufgeteilt: 20.000 Euro für den ersten Platz, bis zu 1.500 Euro für den zehnten. Seit 2024 hat die UTMB-Gruppe diese Preisgelder über den HOKA Prize Purse deutlich angehoben, mit dem erklärten Ziel, die Karriere von Elite-Athletinnen und -Athleten wirtschaftlich tragfähiger zu machen.
5. Die UTMB-Woche als Zuschauer erleben

Start und Ziel sind kostenlos, aber die Logistik will geplant sein, wenn Sie einen Läufer begleiten
Der Zugang zu Start und Ziel in Chamonix, Place du Triangle de l’Amitié, nahe der Kirche Saint-Michel, ist kostenlos. Während der Rennen ist die Anfahrt mit dem Privatwagen dagegen in mehrere Dörfer entlang der Strecke untersagt (Les Contamines, Saint-Gervais, Courmayeur, La Fouly, Champex, Col de la Forclaz, Trient und Vallorcine), laut Running Westward Ho. Um bestimmte strategische Verpflegungsstationen wie Trient oder Champex-Lac zu erreichen, ist ein kostenpflichtiger UTMB Mobility Pass erforderlich, von rund 20 Euro für die Begleitung der MCC bis zu 65 Euro für den gesamten UTMB über mehrere Länder hinweg. Er wird laut u-trail nur in einem begrenzten Zeitfenster vor der Veranstaltung verkauft, ohne Verkauf vor Ort. Beachten Sie, dass sich dieser Pass vom Betreuungsticket unterscheidet, das im Startpaket des Läufers enthalten ist, ein Punkt, der Erstbegleitern häufig zum Verhängnis wird.
Entlang der Strecke wechselt die Stimmung je nach Standort radikal: festliche Atmosphäre mit DJ in Saint-Gervais (km 23), Lichter- und Neonröhren-Tunnel in Notre-Dame de la Gorge (km 37), „mediterranes » Flair in Courmayeur, relative Ruhe am Rifugio Bonatti mit Blick auf die Grandes Jorasses (km 96), höchster Punkt der Strecke am Grand Col Ferret auf 2.536 m (km 106), familiäre Stimmung in Champex-Lac (km 128, eine der wenigen Verpflegungsstationen, an denen Angehörige der Läufer heranrücken dürfen), verkleidete Fanzone in Vallorcine (km 158), und schließlich der emotionale Schlussanstieg nach La Flégère vor dem Ziel, laut dem Suunto-Blog. Wer ohne Anreise verfolgen möchte, findet in der App LiveTrail und auf live.utmb.world kostenloses GPS-Livetracking, ergänzt durch eine TV-Übertragung mehrerer Partnersender, allerdings ohne Videoübertragung in der Nacht.
Highlights
- Champex-Lac (km 128) bleibt eine der wenigen Verpflegungsstationen, an denen Angehörige zugelassen sind
- Der Grand Col Ferret (km 106, 2.536 m) bietet den spektakulärsten Ausblick der gesamten Strecke
- La Flégère, der letzte Anstieg vor Chamonix, ist Schauplatz der bewegendsten Zielankünfte
6. Unterkunft und Anreise nach Chamonix

Die gefragteste Woche des Sommers in Chamonix
Der nächstgelegene Flughafen ist Genf (GVA), rund 88 bis 100 km entfernt, das entspricht etwa einer Stunde Fahrt über die Autoroute Blanche (A40) oder rund 1:15 Std. mit dem Direktbus. Eine direkte Bahnverbindung gibt es nicht: Rechnen Sie laut Chamonix.net mit rund 3:29 Std. mit Umstiegen über das grenzüberschreitende Netz Léman Express und anschließend den Mont Blanc Express. Diese Regionalbahn bedient auch Servoz, Les Houches, Argentière und Vallorcine, praktisch für günstigere Unterkünfte außerhalb des Zentrums bei guter Anbindung.
Ende August bleibt die gefragteste Zeit des Sommers in Chamonix. Premium-Unterkünfte im Stadtzentrum sind oft schon vor der Bekanntgabe der Auslosungsergebnisse Ende Januar ausgebucht, ein echtes logistisches Risiko für alle, die erst auf ihre Auswahl warten, bevor sie buchen. Viele Hotels verlangen während der Woche einen Mindestaufenthalt von fünf bis sieben Nächten, mit einem üblicherweise beobachteten Mindestpreis von rund 200 Euro pro Nacht im Zentrum. Günstigere Alternativen gibt es in Les Houches, Argentière, Servoz oder Vallorcine, mit je nach Unterkunft erhobenen Preisen von rund 50 bis 90 Euro pro Nacht. Die zentrale Unterkunftsbuchung läuft über das Fremdenverkehrsamt (bookingutmb.chamonix.com). Für Wohnmobile gibt es in der Stadt nur einen offiziellen Stellplatz, auf dem Parkplatz Grepon nahe der Aiguille du Midi.
Highlights
- Die Gästekarte, die von den meisten Unterkünften ausgegeben wird, ermöglicht kostenlose Fahrten mit der Regionalbahn und den Bussen im Tal
- Les Houches, Argentière und Vallorcine bieten deutlich niedrigere Preise als das Stadtzentrum
- Der Mont Blanc Express verbindet das gesamte Tal, ganz ohne Auto
7. Kontroversen: Overtourism, Ökologie und Startgeldpreise
Die Veranstaltung bleibt nicht ohne Kritik. Die lokale Presse dokumentiert „zwiegespaltene » Anwohner und Gewerbetreibende angesichts des Ausmaßes der Veranstaltung, mit der wiederkehrenden Feststellung „Chamonix lässt sich nicht erweitern », laut ICI Pays de Savoie: rund 50.000 Besucher über die gesamte Woche, bei nur rund 2.500 Startern beim UTMB-Flaggschiffrennen. Beobachter weisen zudem auf einen Widerspruch zwischen dem Umweltdiskurs der Organisation und dem Durchqueren von Gletscherzonen durch Hunderte PTL-Läufer hin, Zonen, die andernorts als vom Klimawandel geschwächt beschrieben werden. Ein Teil der Öffentlichkeit bewertet die Verteidigungslinie der Veranstaltungsleitung laut u-trail als unzureichend.
Auch der Preis der Startnummern wird kritisiert, rund doppelt so hoch wie bei vergleichbaren französischen Ultra-Trails, und der Solidaritäts-Startplatz für 2.200 bis 2.550 Euro wird von einem Teil der Community als Widerspruch zu den ursprünglichen, volksnahen Werten des Trailrunnings empfunden. Auch das System der Running Stones ist umstritten: Da es Läufer zwingt, Rennen der UTMB-Serie zu bestreiten, um auf eine Startnummer hoffen zu können, wird es von manchen Traillauf-Fans als eine Art Vereinnahmung des Rennkalenders erlebt, ein Kritikpunkt, der als Grund für die Abwendung eines Teils der Läuferschaft von der Marke genannt wird. Die Preispolitik der UTMB-Gruppe sorgt auch anderswo punktuell für Spannungen: Bei einer verwandten Veranstaltung derselben Serie, Trail Alsace by UTMB, waren mehrere Preisstufen bei der Anmeldeeröffnung binnen Minuten ausverkauft. Ein Teilnehmer berichtete, dass sein Tarif von 210 auf 230 Euro stieg, während er noch in der Online-Warteschlange wartete, ein Einzelfall, aber aufschlussreich.
Für Läufer, die bei der Auslosung nicht ausgewählt wurden, gibt es laut u-trail mehrere Alternativen mit vergleichbarem Profil und weniger angespannter Auswahl: den Tor des Géants (142 km, 11.000 Hm), den Val d’Aran by UTMB in den Pyrenäen (163 km, 10.000 Hm, Teil derselben Weltserie), den Transju’ (bis zu 110 km, eine Plan-B-Option zu Saisonbeginn) oder den Mont-Blanc-Marathon für einen ersten Kontakt mit dem Massiv.
8. Den Aufenthalt verlängern: Was Sie in Chamonix abseits der UTMB-Woche unternehmen können
Für Begleitpersonen, die nicht durchgehend einem Läufer folgen, oder um den Aufenthalt über die reine Rennwoche hinaus zu verlängern, bietet das Tal von Chamonix mehrere Optionen, die zu Fuß oder per Seilbahn erreichbar sind. Die Aiguille du Midi, ein Gipfel auf 3.842 Metern, ist per Seilbahn erreichbar, mit einem Erwachsenen-Hin-und-Rückfahrpreis von 60,20 bis 83 Euro je nach Saison, Reservierung in der Hochsaison kostenlos, aber verpflichtend, laut dem Fremdenverkehrsamt von Chamonix. Der Lac Blanc (2.352 m, Massiv der Aiguilles Rouges) ist über die Seilbahn von La Flégère und anschließend rund zwei Stunden leichte Wanderung erreichbar, familientauglich ab 8 bis 10 Jahren, mit Blick auf das Mont-Blanc-Massiv, die Drus und das Mer de Glace. Der Parc de Merlet (Beobachtung alpiner Tierwelt), der Kletterwald von Gaillands und Rafting auf der Arve ergänzen das Sommerangebot.
Für ambitioniertere Outdoor-Fans deckt unser Via-Ferrata-Guide in den Alpen (auf Französisch) mehrere von diesem Tal aus erreichbare Routen ab, während unsere Alpen-Kurztrips (auf Französisch) weitere Ausgangspunkte für die Erkundung des Massivs außerhalb der Trailsaison beschreiben. Wetterseitig liegen die Tagestemperaturen im August zwischen 12 und 26 °C, mit rund 18 trockenen Tagen im Monat, ein insgesamt günstiges Zeitfenster, das aber ein reales Gewitterrisiko birgt, wie die Ausgabe 2026 zeigte, deren Start sich wegen zweier aufeinanderfolgender Gewitterwellen um zwei Stunden verzögerte und deren Streckenführung angepasst wurde, laut France 3 régions.
Kulinarisch konzentriert sich das Stadtzentrum auf mehrere Adressen, die regelmäßig von lokalen Guides empfohlen werden: das Bistrot des Sports für traditionelle Küche, JOIA für eine italienische Karte und Pizza aus dem Holzofen, L’Atmosphère am Ufer der Arve für europäische Küche, oder Le Petit Social als legeres Café-Bar, geöffnet von 7 bis 22 Uhr. In der Höhe servieren die Crèmerie du Glacier am Fuß der Grands Montets und der Comptoir de Plan Praz Tartiflette und Fondue mit Blick auf das Massiv, laut Mountain Dropoffs. Jede Ausgabe wird auch medial breit begleitet: 2026 verfolgte die Dokumentation „Ultra-trail du Mont-Blanc, la course de leur vie » drei Läufer, ausgestrahlt auf France 3 und France 2, später verfügbar auf france.tv.
Praktische Infos zur Reisevorbereitung
Eine Prepaid-eSIM, mit der Sie in Chamonix online bleiben und das LiveTrail verfolgen können, unabhängig vom WLAN der Unterkunft, vor der Abreise zu aktivieren.
Ab wenigen Euro, je nach gewähltem TarifEin Versicherungsschutz, der Outdoor-Aktivitäten in der Höhe berücksichtigt, praktisch für einen Aufenthalt, der Rennen, Zuschauen und Bergtouren kombiniert.
Kostenloses Angebot in wenigen MinutenHäufig gestellte Fragen
Wie viele Running Stones braucht man, um sicher beim UTMB starten zu können?
Absolute Sicherheit gibt es nie, da es sich um eine gewichtete Auslosung handelt. Die offizielle UTMB-Kommunikation nennt jedoch rund 25 Running Stones als Schwelle für etwa 50 % Auswahlwahrscheinlichkeit. Bereits ein einziger Stein genügt, um an der Auslosung teilnehmen zu dürfen, jeder weitere Stein erhöht laut u-trail lediglich die Chance zusätzlich.
Was ist der Unterschied zwischen ITRA-Punkten und dem UTMB Index?
Die ITRA-Punkte messen die Schwierigkeit eines Rennens über die km-effort-Formel und fließen in die von der ITRA verwaltete weltweite Läuferwertung ein. Der UTMB Index ist ein eigenes System der UTMB-Gruppe, das seit 2022 als Teilnahmevoraussetzung für UTMB-Rennen dient, ergänzend zu den Running Stones und anstelle der früheren ITRA-Punkte.
Kann man den UTMB verfolgen, ohne nach Chamonix zu reisen?
Ja. Die App LiveTrail und die Website live.utmb.world bieten kostenloses GPS-Livetracking jedes Läufers in Echtzeit, ergänzt durch eine TV-Übertragung mehrerer Partnersender. Der Videostream wird jedoch nachts unterbrochen, nur das GPS-Tracking bleibt aktiv.
Braucht man ein Auto, um einen Läufer während der UTMB-Woche zu begleiten?
Nein, und auf mehreren Abschnitten ist es nicht einmal möglich: Die Anfahrt mit dem Privatwagen ist während der Rennen in mehrere durchquerte Dörfer untersagt. Begleitpersonen müssen die offiziellen Shuttles über einen im Voraus gekauften UTMB Mobility Pass nutzen, der nur in einem begrenzten Zeitfenster erhältlich ist.
Wann sollte man seine Unterkunft für die UTMB-Woche in Chamonix buchen?
So früh wie möglich. Es handelt sich um die gefragteste Woche des Sommers in Chamonix, und Premium-Unterkünfte im Stadtzentrum sind in der Regel schon vor der Bekanntgabe der Auslosungsergebnisse Ende Januar ausgebucht.
Gibt es Alternativen zum UTMB, falls man bei der Auslosung nicht ausgewählt wird?
Ja, mehrere Rennen bieten ein vergleichbares Profil und eine ähnliche Kilometerzahl bei weniger angespannter Auswahl: der Tor des Géants (142 km, 11.000 Hm), der Val d’Aran by UTMB in den Pyrenäen (163 km, 10.000 Hm, Teil derselben UTMB World Series), oder der Mont-Blanc-Marathon für einen ersten Kontakt mit dem Massiv.
Quellen
- montblanc.utmb.world — Offizielle Website der Veranstaltung
- Offizielle Anmeldebedingungen — UTMB Mont-Blanc
- ITRA — Weltrangliste und Rennbewertung
- UTMB Mont-Blanc — Wikipedia — Geschichte der Veranstaltung
- UTMB Index — Wikipedia — Funktionsweise des Anmeldesystems
- reference-trail.fr — Mechanik der Auslosung
- u-trail — Running Stones und Auswahlwahrscheinlichkeiten
- Outside.fr — Budget für einen Qualifikationsversuch
- Suunto Blog — Beste Zuschauer-Aussichtspunkte
- Chamonix.net — Anreise und Transport ab Genf
- ICI Pays de Savoie — Lokale Auswirkungen und Kontroversen
- iRunFar — Ergebnisse der Ausgabe 2026
Recherche durchgeführt am 3. September 2026.

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